Schlampiges Grün

Schlampiges Grün Nürnberg gehört zu den Großstädten, die dicht bebaut sind. Parks, Wiesen, Erholungsräume sind Mangelware. Mit einem "Masterplan Freiraum" sorgt die Verwaltung nun für mehr grüne Inseln in der Betonwüste. Rund 20 Millionen Euro gibt es für das Projekt, sagt Umweltreferent Peter Pluschke . Einige Ideen setzte man bereits in die Tat um: Im Marienbergpark wurden für 30 000 Euro exakt 55 555 Blumenzwiebeln gepflanzt, um 2016 ein "Blütenmeer" zu zaubern". Probeweise stellte man 40 mob
Nürnberg gehört zu den Großstädten, die dicht bebaut sind. Parks, Wiesen, Erholungsräume sind Mangelware. Mit einem "Masterplan Freiraum" sorgt die Verwaltung nun für mehr grüne Inseln in der Betonwüste. Rund 20 Millionen Euro gibt es für das Projekt, sagt Umweltreferent Peter Pluschke . Einige Ideen setzte man bereits in die Tat um: Im Marienbergpark wurden für 30 000 Euro exakt 55 555 Blumenzwiebeln gepflanzt, um 2016 ein "Blütenmeer" zu zaubern". Probeweise stellte man 40 mobile Bäume in Gebieten auf, wo der Untergrund jedes Wachstum verhindert. Als Mitarbeiter der Stadt bei Rasenflächen aber einige Ecken nicht mähten, "damit Kleintiere einen Lebensraum finden", riefen sofort einige verärgerte Bürger an: "Das sieht doch schlampig aus!" (gük)

Kluger Kanaldeckel

Er ist aus Messing, wiegt 90 Kilo und liegt hinter dem Schönen Brunnen am Hauptmarkt. Komische Zahlen stehen auf ihm und ein Fadenkreuz, das mitten in das Herz Nürnbergs gerichtet ist. Dank der Angaben auf dem Kanaldeckel kann nun jeder Handy-Besitzer testen, wie genau der eigene GPS-Empfänger ist. Und das geht so: GPS-Programm aufs Smartphone laden und das Gerät über den Deckel halten. In der App muss dann das Bezugssystem ETRS89 oder WGS84 eingestellt werden. Wirtschaftsreferent Michael Fraas ist sicher, dass die Stadt mit dem 2000 Euro teuren Kanaldeckel attraktiver für Touristen wird, weil diese "on tour" ja stets auf ihr Navi angewiesen seien. Und: Wer "Hauptmarkt" eingibt, will schließlich nicht in der Pegnitz landen. (gük)

Tierische Kosten

In normalen Jahren kann der Tierschutzverein Nürnberg mit 600 000 Euro Spenden und Erbschaften rechnen. 2014 landeten aber nur 80 000 Euro in der Kasse. Allein die Ausgaben für einen beschlagnahmten Welpen-Transport aus Tschechien summierten sich auf über 200 000 Euro. 79 neugeborene Hunde mussten mit Medikamenten, Spezialfutter und Impfungen versorgt werden. Noch höher sind die Kosten für "Fund- und Verwahrtiere", erklärt Dagmar Wöhrl , Präsidentin des Vereins. Dieser will nun verstärkt für Futterpatenschaften werben, um das Tierheim finanziell auf sichere Beine zu stellen. Wobei man auf die Unterstützung der Zweibeiner setzt: Mit fast 5000 Mitgliedern zählt der hiesige Tierschutzverein zu einem der größten in Deutschland. (gük)
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