Schlechtes Süßes

Schlechtes Süßes "Bayern - Die Zukunft" steht auf den pyramidenähnlichen Tütchen, die im Foyer der Staatskanzlei ausliegen. Doch deren Inhalt, eine Handvoll Drops aus Fruchtgummi, hat seine Zukunft bereits hinter sich. Im Herbst 2013 wurden sie als Werbebegleitung der ersten Regierungserklärung von Horst Seehofer in der neuen Legislaturperiode erdacht, jetzt haben sie ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten. 11.06.2015 ist da erbarmunglos aufgedruckt. Seehofer wäre gut beraten, die überständ
"Bayern - Die Zukunft" steht auf den pyramidenähnlichen Tütchen, die im Foyer der Staatskanzlei ausliegen. Doch deren Inhalt, eine Handvoll Drops aus Fruchtgummi, hat seine Zukunft bereits hinter sich. Im Herbst 2013 wurden sie als Werbebegleitung der ersten Regierungserklärung von Horst Seehofer in der neuen Legislaturperiode erdacht, jetzt haben sie ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten. 11.06.2015 ist da erbarmunglos aufgedruckt. Seehofer wäre gut beraten, die überständigen Süßwaren aus dem Sortiment zu nehmen. Nicht dass die Opposition noch wortwitzige Parallelen zu seiner Politik zieht oder investigativ recherchierende Journalisten vom "Gammelbärchen-Skandal" in der Staatskanzlei schreiben. (jum)

Große Gewehre

Glaubt man Finanzminister Markus Söder , dann muss es bei den Mindestlohnkontrollen des Zolls zugehen wie in Action-Streifen aus Hollywood. In Beisein des SPD-Abgeordneten Arif Tasdelen erzählte Söder von Beamten, die mit Maschinenpistolen in Handwerksbetrieben vorstellig würden. Tasdelen kam das etwas weit hergeholt vor und fragte bei Söder nach der genauen Bewaffnung der Zöllner nach. Dessen Antwort: "Das Staatsministerium der Finanzen geht davon aus, dass bei der Überwachung der Zahlung des Mindestlohns die zuständigen Behörden des Bundes im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und Befugnisse vorgehen." Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, gehört vermutlich nicht dazu. (jum)

Trauriger Tiger

Obdachlosigkeit ist ein hartes Schicksal. Das hat auch Harry Scheuenstuhl (SPD) erkannt und gleich eine Parlamentsinitiative gestartet. Sein Einsatz gilt sechs Tigern, denen wegen der möglichen Pleite des Ansbacher Raubtierasyls droht, "obdachlos" zu werden. Da man so einen Tiger weder unter die nächste Brücke schicken noch einfach in sein Herkunftsland abschieben kann, ist nun guter Rat teuer. Ein "Runder Tisch" sollte die Lösung finden, meint Scheuenstuhl und verweist auf das den Tigern zustehende "lebenslange Recht auf artgerechte Haltung". Gut, dass sich endlich auch der Asyl-Probleme von Tigern angenommen wird. (jum)
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