Schlehe und Hagebutte stärken die Abwehrkräfte - Rezepte
Häufig gemeinsam anzutreffen

Schnaittenbach. (ads) Die kalte Jahreszeit ist nicht die Zeit von Wildkräutern. Deshalb widmet sich Kräuterexpertin Sigrid Fischer den Wildfrüchten Schlehe und Hagebutte.

Die Schlehe

Die Frucht der Schlehe sei nach ihren Aussagen erst nach mehreren Nächten Frost genießbar. Die Früchte enthalten geballte Inhaltsstoffe, die uns gerade im Winter helfen, fit und gesund zu bleiben: reichlich Vitamin C, Fruchtsäuren, viele Gerbstoffe, Flavonoide, Pektin, Zucker und Harz.

Ein Blick in den Weisheitsschatz der Alten zeigt, dass beispielsweise Pfarrer Kneipp die Schlehdornblüten als Abführmittel lobte, das in jeder Hausapotheke zu finden sein sollte. Lonicerus (16. Jahrhundert) schreibt in seinem Kräuterbuch, das Schlehenblüten in gutem Wein gesotten und warm getrunken, gut für die Brust seien und Herz und Magen stärken. Sigrid Fischer empfiehlt folgende Rezepte mit Schlehen:

Schlehenmus

500 g Schlehen 250 g Zucker ½ TL. Zimt 1 Vanilleschote Kirschwasser Die Schlehen werden mit wenig Wasser weichgekocht und durch ein Sieb passiert. Dann mit Zucker, Zimt und der ausgekratzten Vanille vermischen und unter Rühren kochen, bis alles eingedickt. Etwas Kirschwasser dazugeben und das Mus in Twist-off-Gläser füllen. Schlehenmus dient bei Magen-, Nieren und Blasenleiden, bei Durchfall und Erbrechen als kräftigendes Stärkungsmittel.

Schlehenpunsch

Die Schlehen (sie müssen entweder im Tiefkühler oder von der Natur gefrostet worden sein) werden im Entsafter gepresst. Auf einen Liter Schlehensaft, kommt ein Liter Rotwein. Langsam erhitzen, Zucker oder Honig nach Geschmack beifügen. Der Punsch soll nicht kochen. Als Gewürz Nelken, zwei Zimtstangen, den Saft einer Orange und Sternanis unterrühren.

Die Hagebutte

Mit der Hagebutte kann man gut Erkältungen vorbeugen. Aus Hagebutten lässt sich ein Vitamin C reicher Sirup gegen Erkältungsinfekte herstellen.

Hagebutten-Sirup

500 g frische, entkernte und gewaschene Hagebutten im Mixer mit rund einem halben Liter Wasser zu einer feinen Paste pürieren. 500 g braunen Zucker oder Lindenblüten- bzw. Waldhonig (möglichst ein Bio-Produkt) hinzugeben und die Mischung unter ständigem Rühren kurz aufkochen. Den Sirup in kleine dunkle Flaschen füllen. Zur Abwehrsteigerung zweimal täglich einen Esslöffel Sirup pur oder in einem Tee einnehmen.

Das Fruchtfleisch der im Spätherbst geernteten Früchte entsteht aus dem fleischigen Blütenboden und ist süßsauer und reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C (Ascorbinsäure), aber auch Vitamin A, B1 und B2 , Betakarotin, Vitamin K, Nikotinsäure (Niacin), Lykopin, Flavo- noide, Fruchtsäuren, Pektine.
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