Schlossgeister machen Weg frei

Seit über fünf Jahren arbeiten die Schlossgeister und Handwerker im Schloss Burgtreswitz am letzten Bauabschnitt der Renovierung. Ein Ende ist nun in Sicht.

Im Herbst soll die fast 30-jährige Restaurierungsphase enden. Vor einigen Tagen erkundigten sich daher Bürgermeister Hermann Ach, die Vorsitzenden des Fördervereins Schloss Burgtreswitz, Peter Garreiss und Josef Landgraf, technischer Leiter Adolf Graf sowie Architekt Michael Dittmann vor Ort.

Der letzte Bauabschnitt bestand aus der Restauration des früheren Rittersaals, der Schaffung eines zweiten Treppenhauses zur Verbesserung der Fluchtweg-Situation und dem Einbau einer neuen WC-Anlage. Zentraler Punkt des rund 600 000 Euro teueren sechsten Bauabschnitts ist aber der Umbau des Schlosses zu einem barrierefreien Gebäude. Per Fahrstuhl sollen sich auch Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte im gesamten Schloss bewegen und alle Räume vom Erdgeschoss bis zum Dachgeschoss erreichen können.

Vordach aufgebaut

Ein Großteil der Arbeiten erledigte der Bautrupp des Fördervereins, die fleißigen Schlossgeister Adolf Graf, Erhard Burger und Alfred Gissibl. Sie übernahmen im Saal sämtliche Stuckarbeiten. Im Eingangsbereich standen sie und andere Helfer dem Moosbacher Georg Schönberger beim Verlegen der historischen Granitplatten zur Seite. Zuletzt erstellten sie an der Südseite des Innenhofes ein Vordach vor dem Eingang des neuen Treppenhauses.

Auch die Handwerker hatten in den vergangenen Wochen im Schloss sehr viel zu tun. Die Schreinerei Ringholz aus Waidhaus verlegte die Tannendielen im Saal und im Treppenhaus. Für die Unterkonstruktion waren die Schlossgeister zuständig. Die Schreinerei Liebl aus Moosbach lieferte die Treppen vom Erd- bis ins Dachgeschoss, baute Türen in die neue Toilettenanlage ein und liefert in den nächsten Tagen die neuen Außentüren des Ostflügels.

Die Firma Georg Bernhard aus Moosbach installiert in Kürze die sanitäre Installation für die WC-Anlagen. Besondere Freude herrscht im Förderverein, dass der Personenaufzug bereits betriebsbereit ist. Nach den Aufräumungsarbeiten im Dachraum kann auch der riesige Dachstuhl bei Führungen den Besuchern gezeigt werden.

Neue Epoche

Bis dahin ist aber noch einiges zu tun, denn bei den nächsten Schritten handelt es sich um die Einrichtung der restaurierten Räume. So werden sich die Verantwortlichen mit der Beleuchtung, Möblierung sowie der Saal-Akustik beschäftigen. Dabei muss an die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der neuen Räume beispielsweise für Konzerte, Ausstellungen, Feiern oder Tagungen gedacht werden. Damit beginnt eine neue Epoche für das Schloss. Der Förderverein hat für den barrierefreien Umbau des Schlosses eine Spenden- beziehungsweise eine Baustein-Aktion laufen.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.schloss-burgtreswitz.de
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