Schmerzensgeld für Domspatzen

Über Jahrzehnte hinweg sind Buben in der Vorschule der Regensburger Domspatzen misshandelt worden. Das geht aus einem Zwischenbericht zu körperlicher Gewalt hervor, den das Bistum am Dienstag vorstellte. 72 ehemalige Domspatzen-Vorschüler haben sich demnach in den vergangenen fünf Jahren an das Bistum gewandt. Sie erhalten nun jeweils 2500 Euro Schmerzensgeld.

Die Misshandlungen fallen hauptsächlich in die Zeit von 1953 bis 1992, in der Priester Johann Meier das Bubeninternat geleitet hat, erklärte Angelika Glaß-Hofmann, Ansprechpartnerin des Bistums für Opfer von Körperverletzung. Neben dem Schuldirektor hätten auch ein Präfekt, ein Instrumentallehrer und weitere Personen körperliche Gewalt ausgeübt. Nach übereinstimmenden Berichten wurden die betroffenen Kinder regelmäßig mit Schlägen ins Gesicht und auf den ganzen Körper bestraft - teilweise bis sie zu Boden gingen. (Seite 4)
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