Schülerin zückt fremden "Perso" - Verhinderte Alkofahrt
Kirwa Fall für Polizei

Ein Dorf feiert zünftig - aber einige der Besucher haben es am Ende doch ein bisschen übertrieben: Damit tauchte die Köferinger Kirwa am Dienstag gleich dreimal im Polizeibericht auf.

Unangenehm aufgefallen ist am Montag gegen 22.30 Uhr eine Schülerin: Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hielt die 17-Jährige am Eingang zur Bar am Kirwa-Zelt auf, um sie zu kontrollieren. Die Jugendliche versuchte es mit einem altbekannten Trick - sie wies sich mit dem Personalausweis ihrer volljährigen Freundin aus. Dem Kontrolleur kam das allerdings seltsam vor. Er zweifelte an der Identität der jungen Dame und verständigte die Polizei.

Den Beamten tischte die 17-Jährige dann zunächst ein Märchen auf: Sie habe den Ausweis gefunden. Diese Lüge flog aber auf, als die rechtmäßige Ausweisinhaberin mit ihrer Mutter zur Wache kam und einräumte, dass sie ihrer Freundin den "Perso" gegeben hatte, um ihr den Zutritt zur Bar zu ermöglichen.

Das ist keineswegs ein Kavaliersdelikt, wie Polizeihauptkommissar Peter Krämer von der Polizeiinspektion Amberg dazu anmerkt: "Diese Aktion ist rechtlich betrachtet eine Straftat und wird als Missbrauch von Ausweispapieren durch die Staatsanwaltschaft verfolgt."

Ein weiterer Kirwabesucher machte am Dienstag kurz vor 2 Uhr Bekanntschaft mit den Ordnungshütern. Der Mann wankte erheblich, als er auf seinen Roller steigen wollte - und schaffte es auch nicht, diesen anzulassen. Das fiel einer Streife auf, die das unglückliche Unterfangen dann stoppte. Bei einer Kontrolle zeigte sich, dass der 43-Jährige erheblich alkoholisiert war: Ein Test ergab einen Wert von 1,7 Promille. Die Polizisten nehmen dem Mann seinen Fahrzeugschlüssel ab und riefen ihm ein Taxi.

Ebenfalls eine Streife entdeckte am Sonntag kurz vor 6 Uhr zehn weiß-schwarze Leitpfosten, die in der Waldhausstraße im Graben lagen. Offensichtlich hatten sie Unbekannte auf dem Heimweg von der Kirwa herausgerissen. Der Kreisbauhof setzte sie wieder ein. Hinweise auf die Vandalen nimmt die Polizei (09621/89 00) entgegen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Straftat (812)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.