Schuldenschnitt für Athen vom Tisch

Vor der Bundestagsabstimmung am Mittwoch über das dritte Hilfspaket für Griechenland werben die Regierungsparteien Union und SPD für eine breite Zustimmung. Vor allem in der Union blieb die Skepsis über das 86-Milliarden-Programm aber groß. Zugleich versuchte Berlin, die Debatte über einen Schuldenschnitt für Athen zu beenden. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte: "Aus deutscher Sicht ist es ein Erfolg, dass von einem Haircut, also von einem nominalen Schuldenschnitt, jetzt nicht mehr die Rede ist." Bei Schuldenerleichterungen gebe es aber Spielraum, betonte er.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber forderte zur Unterstützung des Griechenland-Kurses von Kanzlerin Angela Merkel auf. Im CSU-Präsidium gebe es "einhellige Zustimmung". Bei der Bundestagsabstimmung im Juli über Hilfen für Athen hatten 60 Unionsabgeordnete mit Nein gestimmt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) warb um Zustimmung. Auch er habe um seine Entscheidung gerungen, sagte er in der ZDF-Sendung "Was nun, Herr Schäuble?". "Ich glaube, es ist unter Abwägung aller Gesichtspunkte die richtige Entscheidung", sagte er.
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