Schule in Lichtenrade am Montag vorsorglich geschlossen
Masern-Ausbruch in Berlin

Berlin. (dpa) Wegen des Masern-Ausbruchs in Berlin ist am Montag eine Schule vorsorglich für einen Tag geschlossen worden. Grund für die Schließung der Sekundarschule im Ortsteil Lichtenrade sei ein schwerwiegender Verlauf der Infektionskrankheit bei einem Jugendlichen, sagte eine Sprecherin des Berliner Senats. Sie bestätigte damit Medienberichte.

Der Schulleiter habe am Freitag von dem Fall erfahren und erst am Montag mit dem Gesundheitsamt Rücksprache halten können. Mitschüler und Lehrer des Jugendlichen müssten nun Impfbücher vorlegen. Am Dienstag soll die Schule den Angaben zufolge wieder öffnen.

In Berlin grassieren die Masern seit Oktober 2014. Nach Angaben der Bildungsverwaltung wurden seitdem ungeimpfte Lehrer aus dem Dienst genommen. Von Ausbruchsbeginn bis zum 23. Februar wurden 574 Masern-Fälle gemeldet, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Montag mitteilte. Demnach ist dies der größte Masern-Ausbruch in Berlin seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes 2001