Schuss löste sich versehentlich und verletzt Lebensgefährtin
Amberger mit Pistole in der Hosentasche

Symbolbild: dpa
Amberg. Notarzt, Rettungsdienst und Polizei mussten am Montagabend in die Äußere Raigeringer Straße ausrücken. Die Mitteilung lautete, dass eine Frau eine Schussverletzung erlitten hatte. Die 51-Jährige kam mit einer Verletzung am Bein, die offensichtlich durch eine Pistolenkugel verursacht wurde, ins Klinikum St. Marien.

Befragungen und Spurensicherung ergaben, dass sich ein 56-jähriger Jäger gegen 21.15 Uhr zusammen mit seiner 51-jährigen Lebensgefährtin auf dem Balkon der gemeinsamen Wohnung aufhielt. Zu diesem Zeitpunkt stand der 56-Jährige erheblich unter Alkoholeinfluss und trug eine geladene Pistole der Marke Glock in der rechten Hosentasche. Er saß auf einer Plastikkiste auf dem Balkon und als er aufstand und sich mit den Händen vom Oberschenkel abdrückte, fiel der Schuss. Das Projektil durchschlug den Stoff des Hosenbeins, die Plastikkiste und traf die Lebensgefährtin am linken Unterschenkel. Sie wurde sofort operiert und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Lebensgefahr bestand zu keinem Zeitpunkt, heißt es im Polizeibericht.

Ein Alkoholtest beim 56-Jährigen ergab einen Wert von 1,7 Promille. Er gab an, weitere Waffen zu besitzen. Diese wurden vorsorglich sichergestellt. Es handelte sich hierbei um zehn Gewehre, vier scharfe Faustfeuerwaffen und zwei Schreckschusspistolen. Der Mann war im Besitz der erforderlichen Waffenbesitzkarten und eines Jagdscheines. Die sichergestellten Gegenstände bleiben so lange in Verwahrung bis die Zuverlässigkeit als Waffenbesitzer bestätigt ist.

Die Staatsanwaltschaft hat nach Rücksprache eine Blutentnahme angeordnet und führt ein Strafverfahren wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.
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