Schutzausrüstung bei der Arbeit muss sein - Passiert ein Unfall, riskieren Azubis ihren ...
Sicher ist besser

Bei der Arbeit lauern überall Gefahren. Da gibt es bei dem einen schwere Gewichte, die andere hantiert mit Chemikalien. Da kann auch mal was herunterfallen und ins Auge gehen. Dumm, wenn man aus falsch verstandenem Modebewusstsein statt der Schutz- doch lieber die Turnschuhe angezogen oder aus Eitelkeit die Schutzbrille nicht aufgesetzt hat.

Lieber sicher als schön

Kein Eishockey- oder Footballspieler würde auf's Spielfeld gehen, ohne seine komplette Schutzausrüstung zu tragen. Die Jungs sind zwar hart im Nehmen, aber warum sich unnötig Gefahren aussetzen, wenn es gut durchdachte Schutzbekleidung gibt, die vor blauen Flecken schützt?

Auch bei weniger harten Sportarten - überall gibt es Schutzhelme, Knieschoner oder andere Hilfsmittel, die Verletzungen verhindern sollen. Und hier stört sich kaum einer daran, dass das Outfit nicht "chic", nicht "cool" oder nicht "in" ist. Im Gegenteil.

Was trägt man denn so?

Was für die Freizeit gilt, muss erst recht im Job gelten. Die persönliche Schutzausrüstung ist dazu da, die Beschäftigten vor Gesundheitsgefahren zu bewahren. Nicht mehr und nicht weniger. Zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) zählen vor allen Dingen Schutzhelme, Schutzbrillen, Schutzschuhe und -handschuhe, besondere Schutzkleidung aber auch Atemschutzmasken oder -geräte.

Welche Schutzausrüstung genau bei welcher Arbeit zu tragen ist, steht in den Betriebsanweisungen, die es an jedem Platz geben sollte. Wo PSA nötig ist, hat sie der Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auch für Ersatz und regelmäßige Wartung der Schutzausrüstung ist der Arbeitgeber verantwortlich.

Wichtig ist, dass die persönliche Schutzausrüstung bestimmten Richtlinien entspricht. Nur dann darf sie überhaupt eingesetzt werden.

Pflicht, nicht Kür

Ob jemand seine Schutzausrüstung trägt oder nicht, ist nicht seine eigene Angelegenheit. Wenn die Betriebsanweisung es vorsieht, dass an einem bestimmten Arbeitsplatz zum Beispiel eine Schutzbrille getragen werden muss, dann ist das keine Empfehlung, sondern eine Vorschrift. Wird man trotzdem mehrfach ohne Schutzbrille erwischt, kann das unangenehm werden.

Abgesehen von einer möglichen Abmahnung riskiert man - falls wirklich etwas passiert - dass die Versicherung sich weigert, den Lohn fortzuzahlen oder die Behandlungskosten zu übernehmen. Und diesen Ärger hat man dann zusätzlich zu den gesundheitlichen Problemen.

Also: Wer das Tragen seiner persönlichen Schutzausrüstung eher locker nimmt, lebt gefährlich.
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