Schutzmaßnahmen für Redaktionen
Kurz notiert

München/Regensburg. (üd/dpa) Nach dem Terroranschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" prüfen in Bayern auch Medienhäuser zusammen mit der Polizei besondere Schutzmaßnahmen für bestimmte Redaktionen. Die zuständigen Polizeipräsidien untersuchten, ob es Hinweise auf eine Gefährdung gebe, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Wie konkrete Schutzmaßnahmen aussehen könnten, blieb aber aus Sicherheitsgründen offen. Auch in der Oberpfalz hat die Polizei in den vergangenen Tagen Kontakt mit den Medien aufgenommen, wie der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Stefan Hartl, bestätigt. Man habe jedoch lediglich vorsichtshalber wissen wollen, ob beispielsweise geplant sei, islamkritische Karikaturen zu veröffentlichen.

CSU: Blasphemie stärker bestrafen

Berlin/München.(epd) Die CSU plädiert für härtere Strafen für Blasphemie. Die nach dem Terroranschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" geforderte Streichung des Paragrafen 166 im Strafgesetzbuch stehe nicht zur Debatte, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), der "Welt": "Eher sollte über die Anhebung des Strafrahmens gesprochen werden als über eine Abschaffung des Paragrafen 166 Strafgesetzbuch."

Grüne gegen Strafverschärfung

Regensburg.(dpa) Nach den Terroranschlägen in Paris lehnen die Grünen in Bayern Strafverschärfungen ab. "Wir dürfen nach dem Angriff auf unsere Freiheit nicht mit einer Einschränkung unserer Freiheit reagieren", sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Margarete Bause, am Dienstag zum Auftakt der Winterklausur in Regensburg. Die vorschnellen Reflexe der CSU nach "Ladenhütern" wie der Vorratsdatenspeicherung seien unwürdig.
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