Schwarzbuch: Skurrile Beispiele für Geldverschwendung

"Es ist ja nicht mein Geld": Einige Beispiele für Steuerverschwendung aus dem neuen "Schwarzbuch":

Leuchtende Gullydeckel: Mit illuminierten Gullydeckeln in einem Verkehrskreisel habe Wallenhorst (Niedersachsen) Glanzlichter setzen wollen. Für die 10 000 Euro teure, schwache Lichtinstallation gab es aber vor allem Spott.

Friedhofs-App: Das Kulturstaatsministerium fördere eine Friedhofs-App ("Wo sie ruhen"). Auf dem Smartphone könnten sich Nutzer damit mehr als 1000 Gräber berühmter Persönlichkeiten anschauen - eine Art Friedhofs-Sightseeing. Die neue App habe viele schlechte Bewertungen im App-Store erhalten. Kosten: 548 000 Euro.

Gold für Stadträte: Das hoch verschuldete Wunsiedel habe an Stadtratsmitglieder bei deren Ausscheiden Medaillen aus purem Gold verliehen. Kosten pro Stück: 2780 oder 1910 Euro, gesamt 11 290 Euro. Für ein Bundesverdienstkreuz: 100 Euro.

Hafen Duisburg: Bevor im Duisburger Innenhafen die Gebäude fertig waren, wurde eine Stufenpromenade gebaut. Kosten für den Schutz gegen Wind und Wetter für die ungenutzte Promenade: 550 000 Euro.

Radweg: In der Hamburger Hafencity solle ein Radweg, der erst vor drei Jahren auf dem Bürgersteig gebaut wurde, auf die Straße verlegt werden. Bäume umpflanzen, Beleuchtung versetzen und Entwässerung anpassen kostet 444 000 Euro

Fränkische Weinprobierstube: In der Münchener Residenz wird eine "Fränkische Weinprobierstube" gestaltet. Die Kosten stiegen von 400 000 auf eine Million Euro. (dpa)
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