Schwarzfahren ist eine Straftat

Vor dem Gesetz sind alle Schwarzfahrer gleich. Es spielt laut der Verkehrsrechtsanwältin Daniela Mielchen keine Rolle, ob sich jemand ans Steuer setzt, der ein vorübergehendes Fahrverbot verbüßt, dem der Führerschein entzogen wurde oder der nie einen hatte - so wie Fußball-Nationalspieler Marco Reus.

Dem Profi-Kicker wurde wegen jahrelangen Fahrens ohne Führerschein eine Strafe in Höhe von 540 000 Euro aufgebrummt. "Ein Fahrzeug ohne gültige Fahrerlaubnis zu führen stellt immer eine Straftat dar, die mit bis zu einem Jahr Gefängnis oder einer Geldstrafe geahndet wird", sagt die Juristin Hamburg.

Und was, wann Schwarzfahrer wie Reus später doch einen Führerschein machen wollen? "Dann wird die Führerscheinstelle prüfen müssen, ob der Betreffende zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist und nach Ermessen entscheiden, ob vor Erteilung der Fahrerlaubnis eine Medizinisch Psychologische Untersuchung verlangt wird", sagt Mielchen. Mit bis zu einem Jahr Haft oder einer Geldstrafe müssen auch Fahrzeughalter rechnen, die Schwarzfahrern ihr Auto überlassen. "Auch sie machen sich strafbar", warnt Mielchen. Konnte der Halter nicht wissen, dass er sein Fahrzeug jemandem ohne Fahrerlaubnis aushändigt, schrumpft das Strafmaß wegen Fahrlässigkeit laut Fachanwältin auf bis zu sechs Monate Gefängnis oder eine Geldstrafe. (dpa)
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