Seehofer: Dritte Startbahn derzeit nicht erforderlich
Gegner besänftigt

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sieht bei der derzeitigen Zahl der Starts und Landungen keine Notwendigkeit für eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen. "Die allerwichtigste Frage ist die Frage nach dem Bedarf", sagte Seehofer am Donnerstag bei einem Besuch im Freisinger Stadtteil Attaching. "Die Zahlen, die wir schon einmal hatten, werden derzeit bei weitem nicht erreicht", schilderte Seehofer mit Blick auf die stagnierende Zahl der Flugbewegungen auf Deutschlands zweitgrößtem Airport. Er versicherte vor mehreren hundert Teilnehmern einer Versammlung am Sportplatz, er werde sich bei seiner Entscheidung nicht von Lobbyinteressen leiten lassen. Das schon jetzt unter der direkten Flughafennähe leidende Dorf wäre am schlimmsten vom Fluglärm einer weiteren Piste betroffen. Startende Düsenjets würden im Minutentakt in weniger als 100 Metern Höhe über die Häuser donnern, Teile des 1000-Seelen-Dorfes müssten umgesiedelt werden. Der Besuch in Attaching gehörte zum Dialogprozess, den Seehofer seit Wochen zu dem umstrittenen Milliardenprojekt führt.
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