Seehofer schwätzt

Seehofer schwätzt Es ist nicht überliefert, welches Betragen der Schüler Horst Seehofer dereinst im Unterricht an den Tag gelegt hat. Es spricht aber einiges dafür, dass er gerne schwätzte und ungefragt dazwischenplapperte. Genau so verhält sich der Regierungschef nämlich gerne bei Plenarsitzungen. Vergangene Woche zum Beispiel, als ihm der Grüne Ludwig Hartmann in Sachen Energiewende die Leviten las, plauschte er lieber mit seinem Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger , un
Es ist nicht überliefert, welches Betragen der Schüler Horst Seehofer dereinst im Unterricht an den Tag gelegt hat. Es spricht aber einiges dafür, dass er gerne schwätzte und ungefragt dazwischenplapperte. Genau so verhält sich der Regierungschef nämlich gerne bei Plenarsitzungen. Vergangene Woche zum Beispiel, als ihm der Grüne Ludwig Hartmann in Sachen Energiewende die Leviten las, plauschte er lieber mit seinem Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger , und bei Natascha Kohnens (SPD) Vortrag blökte er ausgiebig dazwischen. Das Geraune und Gerumpel hat jetzt zu einer Beschwerde der Opposition bei der "Schulleitung" geführt - mit Erfolg. Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) mahnte zu einem "gesitteten Verhalten" auf der Regierungsbank. (jum)

Kunst kämpft

Obwohl er dem Kunstausschuss des Landtags angehört, scheint Robert Brannekämper (CSU) mit alten Kulturtechniken nicht übermäßig vertraut. In einer Debatte um den Standort für einen neuen Konzertsaal in der Landeshauptstadt meinte er, mit dem Projekt werde ein "neuer Diamant für München geschmiedet". Wenn man sich nun vorstellt, wie so ein Edelstein zwischen Hammer und Amboss gerät - da bleiben höchstens ein paar Brösel übrig. Jedenfalls bestimmt kein funkelndes Juwel. Wie dem auch sei: Wir bleiben auf alle Fälle dran, wenn in Brannekämpers Münchener Stimmkreis mal wieder ein heißes Eisen geschliffen wird. (jum)

Mey mahnt

"Es gibt keine Maikäfer mehr", sang Reinhard Mey schon vor über 40 Jahren - und gefühlt hat er damit noch heute recht. Welches Kind hätte, wie dereinst Max und Moritz, noch Gelegenheit, Onkel Fritz eine Tüte der Käfer unter die Bettdecke zu stecken. In Unterfranken scheint es aber noch eine Maikäfer-Enklave zu geben. Jedenfalls dürfen deren Larven künftig mit einem Pilz bekämpft werden, damit sie nicht mehr die Wurzeln von Kirschbäumen und Stauden anknabbern. Durchgesetzt hat das die SPD-Abgeordnete Martina Fehlner zum Schutz der Obstbauern. Reinhard Mey wird Unterfranken verstärkt in seinen Tournee-Kalender aufnehmen können. (jum)
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