Seit genau 125 Jahren
Zündelnde Buben geben Anstoß

besteht die Feuerwehr Mimbach-Mausdorf. Der Verein entwickelte sich in dieser Zeit zu einem wichtigen gesellschaftlichen Faktor in den Ortschaften.

(duw) Der Chronik ist zu entnehmen, dass sich schon 1884 in Mimbach 33 Feuerwehrmänner bereit erklärten, sich für eine organisierte Brandbekämpfung zur Verfügung zu stellen. Allerdings hatten diese Freiwilligen keinerlei Ausrüstung und auch keine Uniformen. Die Gründung eines Feuerwehr-Corps gemäß damaligem Verständnis mit Ausrüstung und Uniformierung samt Übergabe einer Branddirektionsfahne erfolgte erst 1890. In der Ortschaft befanden sich damals 36 Brunnen, ein Feuerweiher und zwei kleine Bächlein.

1891 erste Löschmaschine

Aus gemeindlichen Aufzeichnungen ist bekannt, dass der Gemeinderat von Mimbach bereits am 17. August 1873 für die Anschaffung einer Feuerlöschmaschine gestimmt hatte. Warum in den Folgejahren kein solches Gerät gekauft wurde, ist nicht hinterlegt. Erst nach vier neuerlichen Beschlüssen gelang es den Räten schließlich im August 1891, ein solches Löschgerät zu erwerben.

Zuvor hatte Königliche Hoheit Prinz-Regent Luitpold von Bayern 1882 dem Bayerischen Landesfeuerwehrverband eine erste Satzung verordnet, in der Dienstgrade, Signale, die Wasserversorgung, das Mitführen einer Branddirektionsfahne und auch die Einteilung der Feuerwehren geregelt waren. Das Feuerlöschwesen im Bezirksamtsbereich Amberg wurde 1916 reformiert, die genaue Umsetzung der distriktpolizeilichen Vorschriften wurde den Verwaltungsbehörden übertragen.

Nachbarschaftliche Hilfe

Während des Zweiten Weltkriegs wurde 1940 in Anbetracht des immer knapper werdenden Löschpersonals eine Regelung zur nachbarschaftlichen Löschhilfe getroffen. So war die Mimbacher Wehr verpflichtet, in den Ortschaften Gebenbach, Süß, Hahnbach, Ursulapoppenricht, Traßlberg, Ammersricht, Aschach und Steiningloh bei Bränden mit zu löschen und zu helfen.

Am 12. Januar 1950 kaufte die Gemeinde Mimbach ihr erstes modernes Löschgerät, einen Zweiradanhänger für Schlepper mit einer Tragkraftspritze TS 4. 15 Jahre später, 1965, erhielt die Feuerwehr Mimbach-Mausdorf einen Ford Transit mit einer TS 8-Spritze mit VW-Motor.

Bereits 1891 hatte die Gemeinde einen Antrag auf Errichtung eines Feuerlöschrequisitenhauses gestellt und zur Genehmigung dem königlichen Bezirksamt Amberg vorgelegt. Von diesem damaligen Gebäude existieren nur noch wenige Bilder. Es stand etwa in Höhe der jetzigen Dorfkapelle. 1950 wurde in der Ortsmitte von Mimbach ein Feuerwehrhaus mit Schlauchturm errichtet. Dieses Gebäude wird nun von der Dorfgemeinschaft und der Dorfjugend als Treffpunkt benutzt.

Zur 100-Jahr-Feier

Der erste Spatenstich für das jetzige Feuerwehrhaus erfolgte am 5. November 1988 unter Federführung des damaligen Bürgermeisters Herbert Falk sowie von Vorsitzendem Georg Dietrich und Kommandant Thomas Dotzler. Eingeweiht wurde das Gebäude 1990 anlässlich der 100-Jahr-Feier der Wehr. In diesem Jahr erfolgte auch die Übergabe eines neuen Feuerwehrfahrzeuges.

Die Feuerwehr Mimbach-Mausdorf schreibt das gesellschaftliche Zusammenwirken groß. Die Mitglieder treffen sich zu den zahlreichen Veranstaltungen wie dem jährlichen Kameradschaftsabend mit Schlachtschüsselessen, zu Osterschinkenessen, Preisschafkopf oder Weinfest.
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