Sensible Daten, Elektroschrott und Sonderabfall korrekt entsorgen - Beratung im Fachbetrieb
Nicht jeder Abfall ist gleich

Wenn es um sensiblen (Firmen-)Daten geht, sollte der Sicherheitsgedanke immer an erster Stelle stehen. Denn auch zerrissene Papierstücke können ganz einfach wieder zusammengesetzt und sogar CD-Bruchteile von Profis ausgelesen werden. Und darauf stecken je nach Größe immerhin bis zu Hundert Seiten voller streng vertraulicher Daten. Darum gehören diese Daten auf keinen Fall in den Hausmüll oder gar ins Altpapier. Doch wohin mit den Daten? Von Hand in den Aktenvernichter?

Nein. Diese Daten gehören zuverlässig vernichtet und entsorgt. Alte Akten und Datenträger (z.B. CDs, Festplatten, Kassetten) sind ein ganz besonders sensibler Abfall, da der Kunde sicher sein will, dass diese Dinge nicht in unbefugte Hände gelangen. Fachbetriebe bietet eine besondere Sammellogistik mit speziellen, verschlossenen Behältern zur Erfassung beim Kunden. Diese Behälter werden erst in der Datenvernichtungsanlagegeöffnet, wo das Material in sehr aufwändigen Verfahren und streng überwacht unter strikter Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes zerstört wird.

Ein anderer Fall ist E-Schrott. Dabei handelt es sich um alle mit Strom betriebenen Geräte, die am Ende ihrer Lebensdauer entsorgt werden müssen. Dazu gehören z.B. alte Computer, Fernseher, Kühlschränke, elektronisches Spielzeug. Spezialisierte Entsorgungsunternehmen gewährleisten für jede einzelne Geräteart eine umweltgerechte Entsorgung der Altgeräte nach den Vorgaben.

Auch bei gewerblichen und privaten Baumaßnahmen fallen Abfälle an. Diese Abfälle bestehen aus mineralischen Bestandteilen (Bauschutt wie z.B. Mauerwerk, Dachziegeln, Fliesen, Ziegel; Beton) und aus nicht mineralischen Abfällen, wie Holz- und Kunststoffresten, Porenbeton, Verpackungsmaterialien und Metallen. Sonderabfälle, die gefährliche Stoffe enthalten, dürfen nicht über die Baustellenabfälle entsorgt werden. Hier sind besonders Mineralfaserabfälle (Dämmwolle), Eternitabfälle (Asbest), Dachpappe /Bitumenbahnen sowie Lacke und Farben zu nennen.

In jedem Gewerbebetrieb fallen Abfälle an, die nicht mehr weiter getrennt und als gesonderte Rohstoffe entsorgt werden können. Solche Gewerbeabfälle zur Verwertung (AzV) bestehen in der Regel aus einem Gemisch von Folien, Pappe, Papier, Holz, Metallen, Verpackungen etc.. Gefährliche Abfälle, wie z.B. Altholz aus dem Außenbereich, Farben und Lacke, zählen nicht hierzu. Diese Stoffe müssen einer speziellen Abfallentsorgung zugeführt werden.

Bei vielen Sanierungs- sowie Rückbauarbeiten fallen gefährliche und nicht gefährliche Abfälle an, die beseitigt werden müssen. Dies können unter anderem asbesthaltige Abfälle wie Asbestzement, schwachgebundene asbesthaltige Platten sowie asbesthaltige als auch asbestfreie Dämmmaterialien sein.

Der Begriff Sonderabfall existiert im Abfallrecht nicht. Derartige Abfälle werden im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz als "gefährliche Abfälle" bezeichnet (vor dem 1.2.2007: besonders überwachungsbedürftige Abfälle). Mit dieser Bezeichnung soll zum Ausdruck gebracht werden, dass an die Entsorgung dieser Abfälle hohe Anforderungen an die technischen Anlagen, die angewendeten Verfahren und die Dokumentation über den Verbleib der gefährlichen Abfälle gestellt werden.

Landläufig werden unter Sonderabfällen Farben, Lacke, Lösemittel etc. verstanden, also Stoffe, von denen offensichtlich Gefahren ausgehen und die ihre Herkunft in Produktions- und Herstellungsprozessen haben. Hier gilt es, die Zusammensetzung und Herkunft zu analysieren, die richtige Verpackung für Transport und Entsorgung zu wählen und die umweltverträgliche Entsorgung sicherzustellen. Entsorgungsfachbetriebe übernimmt das Management der Entsorgung, d.h. die zielgerichtete Analytik, die Bereitstellung und Transport von entsprechenden Spezialbehältnissen sowie die Entsorgung in zugelassenen Anlagen. (hfz/aha)
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.