Sieben Oberpfälzer Gymnasien testen G9

Auf diese Testphase werden viele Eltern und Schülern ganz genau schauen: Ab dem nächsten Schuljahr wird an 47 Gymnasien in die "Mittelstufe plus" geprobt - die Rückkehr des G9. Auch sieben Oberpfälzer Schulen nehmen teil.

Mit einem zweijährigen Pilotversuch wird ab dem kommenden Schuljahr die "Mittelstufe plus" getestet. 47 Gymnasien sind nach Angaben des Kultusministerium vom Mittwoch im Freistaat dabei. Damit kommt ein Großteil zum Zug. Insgesamt 71 Schulen hatten sich beworben, teilte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) mit. Am Pilotprojekt nehmen aus der Oberpfalz das Gymnasium Neustadt/WN, das Stiftland-Gymnasium in Tirschenreuth, das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Schwandorf, das Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach, das Regental-Gymnasium Nittenau, das Albrecht-Altdorfer-Gymnasium in Regensburg und das Gymnasium Parsberg teilnehmen.

Die Schulen seien unter Einbindung der Ministerialbeauftragten als den Experten der gymnasialen Strukturen in einem regionalisierten Verfahren ausgewählt worden, so Spaenle. Wichtig sei auch gewesen, dass kleine Gymnasien aus ländlichen Raum mit an Bord seien. Mit der "Mittelstufe Plus" können Schüler das Gymnasium in neun Jahren statt in acht Jahren absolvieren. Für die Klassen 8 bis 10 haben sie durch die Einführung der Klasse "9 plus" vier Jahre Zeit und nicht nur drei.

Die "Mittelstufe Plus" soll Schülern mit sogenanntem "pädagogischem Bedarf" damit ein Jahr mehr Lernzeit bieten. Diese Schüler sollen durch das zusätzliche Schuljahr bei der Anzahl der Wochenstunden und der Fächer entlastet werden. Es sei ein "Fördermodell", so Spaenle. Der Freistaat unterstütze die jungen Leute zusätzlich im Umfang von 17 Wochenstunden im Vergleich zu den Mitschülern im Regelzug. Die Schüler könnten mit den Lehrern in dieser Zeit den Stoff "intensiv erarbeiten", sagte der Kultusminister. Verpflichtender Nachmittagsunterricht sei nur in der 10. Klasse vorgesehen.

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands, Max Schmidt, freute sich über Pilotversuch. Die Schüler hätten mehr Zeit für das Lernen zur Verfügung. Die Grünen bemängelten, dass keine Schule aus dem Großraum München vertreten sei. Nach Angaben des Kultusministeriums habe sich aber kein Gymnasium aus dieser Region beworben.
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