Sieben Tote 2014 in Deutschland durch Polizeikugeln
Tödliche Treffer

Polizisten in Deutschland haben im vergangenen Jahr 7 Menschen mit ihrer Dienstwaffe erschossen und 31 durch Kugeln verletzt. In insgesamt 46 Fällen schossen die Beamten gezielt auf Menschen, meistens in Notwehr (41 Mal, 6 der 7 Toten). Da die Polizisten nicht bei jedem gezielten Schuss trafen, gab es 2014 weniger Verletzte und Todesopfer als Vorfälle insgesamt. In einem Fall wurde ein Mensch auf der Flucht erschossen.

Die Zahlen gehen aus Statistiken für die Innenministerkonferenz (IMK) hervor. Die 46 Fälle, in denen Polizisten einmal oder mehrfach auf Menschen anlegten und auch abdrückten, liegen leicht über dem langjährigen Schnitt. In den Notsituationen, in denen sich Polizisten mit der Waffe verteidigten oder anderen in Lebensgefahr halfen, gab es 2014 einen unbeteiligten Verletzten. Von 1998 bis 2012 gab es 656 Ernstfälle mit 109 Toten, wie Berechnungen anhand der IMK-Statistiken zeigen. In 10 157 Fällen schossen Polizisten 2014 zudem auf gefährliche, verletzte oder kranke Tiere - etwa nach Unfällen auf verletzte Rehe. In 46 Fällen schossen sie auf Sachen, etwa Türen oder Autoreifen.
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