Siedler suchen Führungskräfte

Die Siedlergemeinschaft fahndet nach einem Vorsitzenden. Auch die Jahreshauptversammlung brachte keine Ablösung für den kommissarischen Leiter Robert Üblacker.

Der Verein findet seit Januar 2014 keinen Vorsitzenden aus den Reihen seiner Mitglieder. Nach langem Ringen wurde der Antrag, für ein weiteres Jahr unter kommissarischer Leitung zu bleiben, einstimmig beschlossen. Die Siedlergemeinschaft 1971 Wildenau beschließt damit unter kommissarischer Führung ihr 43. Vereinsjahr.

Robert Üblacker begrüßte 25 Mitglieder und legte einen geordneten Bericht zum Vereinsjahr vor. Die Aktivitäten begannen mit der Hauptversammlung 2014, in der kein Vorstand gefunden wurde. Der vorläufige Leiter Robert Üblacker wird unterstützt von Kassier Maria Dürnhofer, Gerätewart Karl Mark, Beisitzer Michael Zölch sowie den Kassenprüfern Reinhard Haise und Hermann Lindner.

"Das Gremium hat sich im abgelaufenen Jahr bemüht, einen funktionierenden Vorstand zu installieren, was aber an der Bereitschaft zum Ehrenamt scheiterte", bedauerte Üblacker. Er berichtete von fünf Sitzungen. Die Geburtstagsgratulationen der Mitglieder wurden aufrechterhalten, es waren immerhin 9 Jubilare.

Wanderung gut besucht

Weiter blickte Üblacker auf die Teilnahme an der Sitzung der Dorfgemeinschaft, an Festbesuchen zum 75-jährigen Bestehen der Nachbargemeinschaft Plößberg sowie der Einweihung der Marienkapelle in Wildenau zurück. Er machte keinen Hehl daraus, dass die Teilnahme der Mitglieder und die damit verbundene Unterstützung größer hätte sein können. Gut besucht war dagegen die Familienwanderung mit 28 Teilnehmern. Die Wanderstrecke umfasste den Skulpturenweg von Wildenau über Rotzendorf nach Ilsenbach. Nach der Einkehr führte der "Promilleweg" die Wanderer wieder zurück.

Geräte und Kasse geprüft

Üblacker berichtete von der Kreis-Herbstversammlung in Mitterteich, wobei Kreisvorsitzender Otmar Zeitler kein Blatt vor den Mund genommen und die Höhe der Verbandsbeiträge offen kritisiert habe.

Nach dem Kassenbericht von Maria Dürnhofer fasste Gerätewart Mark Karl die Anzahl der Ausleihungen zusammen. Die Geräte seien geprüft und befänden sich im ordnungsgemäßen Zustand. Bürgermeister Lothar Müller lobte die Gemeinschaft als wichtigen Partner der Gemeinde in allen kommunalen Fragen, die die Siedler betreffen. Er ging kurz auf den Stand der Windkraftplanung, die Kläranlage Plößberg und weitere kommunale Themen ein.

Ausgiebig diskutierten die Mitglieder über die weitere Vorgehensweise zur Installation eines Vorstandsteams. Interessant war ein Beitrag, wonach von den 25 Anwesenden nur noch 5 Personen im aktiven Arbeitsverhältnis stehen, der Rest ist bereits in Rente. "Eine Überalterung der Mitglieder ist nicht nur das Problem der Siedler, das zieht sich durch alle Vereine. Man braucht wieder junge Leute, und die muss man für ein Ehrenamt gewinnen", forderte Üblacker.

Schließlich beschoss die Versammlung, dass der Verein ein weiteres Jahr unter kommissarischer Führung bleibt. Das Ziel bleibt, einen Vorstand zu finden. Ein weiterer Antrag zur Neuregelung der Geburtstags-Gratulation wurde bei einer Gegenstimme ebenfalls beschlossen.
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