Siedler wachsen und gedeihen

Beim Kaufen von Tomatenpflanzen sollte man sich die Mutterpflanzen zeigen lassen.

Frühzeitige Erträge können die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Theisseil sprichwörtlich aus der Jahreshauptversammlung "ziehen".

Theisseil. (hch) Im Gasthof Kett referierte Gärtner Hermann Zierer auf Einladung von Vorsitzender Gabriele Lukas über das Verfrühen. "Verfrühen geht ab Ende Februar bis Anfang März in Kleingewächshäusern oder Frühbeeten. Führt man den Pflanzen gleichmäßige Wärme zu, beispielsweise mit Pferdemist, kann zeitiger geerntet werden", erklärte der Profi. "Man braucht ganz frischen Pferdemist mit wenig Sägespänen, Strohanteil ist in Ordnung." Mit dem Stampfer verdichtet man den Mist zu einer mindestens 20 Zentimeter dicken Schicht. Sie gibt ihre Wärme wochenlang an die Pflanzen ab.

"Die Aussaat in Plastik-Kisten eignet sich bestens. Gegen Schnecken helfen hängende Kästen oder das Abdecken mit Gemüse-Vlies. Das abendliche Abdecken dient bei Temperaturen bis minus fünf Grad dem Frostschutz und sorgt für besonders knackiges Gemüse." Stellt man Krautfäule (beispielsweise bei Kartoffeln) fest, ist das Vlies unbedingt auszutauschen. Die Kosten liegen bei 20 Cent pro Quadratmeter. Gegen Tomatenfäule im Gewächshaus hilft Gießen am Morgen. Wenn abends gegossen wird, gelangt die Feuchtigkeit über Nacht an die Glasflächen und beschlägt die Pflanzen.

Auf die Frage, ob man Tomaten mit Gurken und Paprika anpflanzen könne, antwortete Zierer: "Gurken mögen es viel dampfiger als Tomaten. Die ungarische Spitzpaprika passt besser als die große Blockpaprika, weil letztere viel länger zum Ausreifen benötigt. Beim Kaufen von Tomatenpflanzen sollte man sich die Mutterpflanzen zeigen lassen."

Gerätewart Ernst Niebler zählte die "zwei Renner" beim Verleih auf: "12 Mal war unser Vertikutierer unterwegs, 5 Mal das 190 Quadratmeter große Gerüst." Schriftführerin Petra Zierock erinnerte unter anderem an die Heizölsammelbestellung oder die Pflanzenbörse. Vorher setzte ein Team am Kinderspielplatz in Theisseil eine Rosskastanie als Schattenspender, möbelte die Spielgeräte auf und montierte eine neue Sitzbank.

Zweitgrößter Verein

"Mit euren 144 Mitgliedern seid ihr der zweitgrößte Verein in der Gemeinde Theisseil", hob zweiter Bürgermeister Heribert Schiller hervor. "Nach der Pflanzenbörse im Mai steigt im Juni unser 25-jähriges Jubiläum am Kinderspielplatz in Theisseil", fügte Lukas an. "Die Patenschaft für den Spielplatz haben wir seit 2003 übernommen und seitdem immer wieder Spielgeräte erneuert."
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