Silvesterböller sind nicht überall erlaubt

Nicht überall und nicht zu jeder Zeit dürfen Silvesterböller abgebrannt werden. Denn sie können nicht nur Menschen verletzen oder stören, sondern auch schwere Schäden an Gebäuden anrichten. Hier einige Tipps.

Raketen, Böller und andere Knallkörper können nicht nur Menschen verletzen, sondern auch an Gebäuden schwere Schäden anrichten. Den Umgang mit Feuerwerkskörpern regelt Paragraf 23 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz. Darin heißt es: «Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten.»

Wegen der Brandgefahr für Reetdächer sollen Privatleute zum Beispiel auf der Nordseeinsel Sylt keine Böller zünden - im Hörnumer Hafen ist ein offizielles Feuerwerk geplant. Auch außerhalb Deutschlands ist mancherorts privates Feuerwerk an Silvester verboten, etwa in Paris.

Hierzulande regelt die Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz zum Beispiel auch, wie alt Nutzer von Feuerwerkskörpern sein müssen und in welchem Zeitraum diese abgebrannt werden dürfen. Hinzu kommen in
manchen Kommunen spezielle Satzungen, wie Ulrich Mohn, Referatsleiter Recht und Verfassung beim Deutschen Städte- und Gemeindebund, erklärt. So sei oftmals das Abbrennen von Feuerwerk am Jahreswechsel nur zwischen 18 und 7 Uhr erlaubt.