Situation in Regensburg

Die Vertreter der Regensburger Krankenhäuser sind sich einig: Das KHSG, das am 1. Januar 2016 in Kraft treten soll, benachteiligt die stationäre Patientenversorgung. Darüber hinaus werde die schwierige finanzielle Lage der Häuser weiter verschärft. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die vier Kliniken Nachbesserungen.

"Es ist Zeit, auf den Tisch zu hauen", begründet Klaus Fischer, Kaufmännischer Direktor der Uni-Klinik, das Vorgehen der vier Häuser. Die Politik fordere permanent Verbesserungen in den Kliniken, ohne jedoch deren Budget zu erhöhen. Die Kliniken würden seit Jahren mit einer negativen Kosten-Erlös-Entwicklung kämpfen. "Ich halte es für unwahrscheinlich, dass wir unserem Personal eine noch höhere Belastung zumuten können", erklärt Kurtl Häupl, Vorstand der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz. Diese Kosten-Erlös-Schere werde durch den geplanten Wegfall des Versorgungszuschlags weiter gefördert, fährt Fischer fort. Seit 2013 erhielten die Krankenhäuser einen Zuschlag von zuerst einem und dann 0,8 Prozent pro Patient.

"Die Politik möchte medizinische Zentren schaffen. Wir machen das natürlich auch. Wir sind 24 Stunden und sieben Tage in der Woche für die Menschen da", betont Christian Kuhl vom Krankenhausverbund Barmherzige Brüder sowie vom Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg. Es könne nicht sein, dass den Kliniken nicht mehr Geld zur Verfügung steht. Die Kontrolle der Leistungsqualität sei zu begrüßen, betont Florian Glück, der Geschäftsführer des Caritas-Krankenhauses St. Josef. Das Problem sei, dass nicht klar definiert sei, welche Qualitäten wie gemessen werden sollen. Außerdem fehle ein neutrales Prüf-Instrument. (ehi)
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