So gelingt das Anschreiben - So lassen sich die größten Patzer vermeiden
Fakten statt Floskeln

Teamfähig, flexibel, zuverlässig: Bei manchen Anschreiben hat der Personaler das Gefühl, dass sich Superman bewirbt. Das wirkt unglaubwürdig. Besser ist es, weniger Attribute zu verwenden und die gut zu belegen. Und hier nun einige Tipps für das Anschreiben. Das Anschreiben liegt am Anfang der Bewerbungsmappe - allein deshalb sollte es einen guten Eindruck machen. Doch anders als beim Lebenslauf fällt die Formulierung vielen schwer. Karriereberater Thomas Bähren erklärt die vier größten Patzer im Anschreiben - und wie Jobsuchende sie vermeiden: "Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige" - so beginnen viele ihr Anschreiben. Das ist nicht unbedingt ein erster Satz, der dem Personaler Lust auf mehr macht, sagt Bähren. Besser sei, hier bereits einige wichtige Fakten zum Jobsuchenden unterzubringen wie "Als Schüler eines mathematischen Gymnasiums mit mehrmonatiger Praktikums-Erfahrung passe ich auf Ihre Stelle".

Aneinanderreihen von Eigenschaften

Teamfähig, flexibel, zuverlässig - solche Attribute sind nicht mehr als Luftblasen. Auch wenn auf Jobsuchende alles zutrifft: Am Ende der Bewerbung wird nichts davon dem Personaler in Erinnerung bleiben, wenn sie das nicht mit Fakten untermauern. Besser wirkt häufig: "Ich habe in meiner Eigenschaft als Schülervertreter bereits mehrfach Veranstaltungen und Projekttage für mehrere hundert Teilnehmer gemanagt - das Organisieren gehört zu meinen Stärken."

Ellenlange Ausführungen

Das Anschreiben ist am besten nicht länger als eine Seite. Nur wenige Personaler machten sich die Mühe, längere Ausführungen zu lesen, sagt Bähren. Zu kurz darf der einführende Text aber auch nicht sein: Ein Anschreiben mit nur fünf Zeilen sei zu kurz.

Lebenslauf wiedergeben

Aus Verlegenheit neigt mancher Jobsuchender dazu, im Anschreiben den Lebenslauf nachzuerzählen. Das ist überflüssig.

Im Anschreiben sollten Bewerber darlegen, warum der Job zu ihnen passt. Wichtig ist, in der Stellenanzeige genau zu schauen, was gefragt ist. Im Anschreiben legen sie dann dar, was ihre Interessen, Begabungen und Erfahrungen sind - und warum sie dadurch genau zu der Stelle passen. (tmn)
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