"So schön kann Gemeinschaft sein": Frauenbund Kaimling macht es vor - Vorsitzende Michaela ...
Ehrenamt zu wenig anerkannt

Ehrenamtliches Engagement macht Frauen stark und eröffnet neue Perspektiven - persönlich, beruflich, gesellschaftlich. Viele Frauenbundmitglieder qualifizieren sich in ihrer Freizeit für ihre Aufgaben und erwerben Kompetenzen, die sich auch beruflich positiv auswirken. Doch dies müsse in der Öffentlichkeit und in der Politik viel deutlicher anerkannt und gefördert werden, forderte die neue Bezirksvorsitzende Martha Bauer in der Jahreshauptversammlung des Zweigvereins im alten Schulhaus.

Die Kaimlinger Frauen machten vor, wie schön Gemeinschaft sein kann. "Macht's weiter so", riet Bauer. "Euer Ort wäre um vieles ärmer, wenn es euch nicht gäbe." Souverän wickelte die Altenstädterin die Neuwahlen ab. Erste Vorsitzende Michaela Schuller wurde bestätigt. Neu ist Resi Thomas als Stellvertreterin. Schatzmeisterin bleibt Marita Eiberweiser und Schriftführerin Petra Reil. Zu Beisitzern erklärten sich Alexandra Süß, Maria Faltenbacher, Jenny Maier und Gerlinde Köppl bereit. Als geistlicher Beirat ist Pfarrer Gerhard Schmidt gerngesehener Gast.

Kassenrevisoren wurden Christa Maier und Annette Gößl. Beauftragte der Landfrauenvereinigung ist Marita Eiberweiser, Beauftragte für den Verbraucherservice im Diözesanverband Resi Thomas. Bauer wünschte den Gewählten ein "glückliches Händchen". Den Zeitungsausträgerinnen überreichte Michaela Schuller hochprozentige Geschenke. Anna Scheibl aus Zeßmannsrieth, die acht Jahre als zweite Vorsitzende mitwirkte, erhielt ein blumiges Präsent.

Wie aktiv die Gruppe 2014 war, erfuhren die 23 Anwesenden der 54 Mitglieder zählenden Gemeinschaft im Jahresrückblick. Vor allem der Bau der 21 Insektenhotels mit Kindern und das autogene Training kamen sehr gut an. Daneben gab es viele kirchliche und gesellschaftliche Zusammenkünfte. Das caritative Engagement zeigte sich bei verschiedenen Spendenaktionen, wie Marita Eiberweiser im Kassenbericht ausführte. "Auf diese Gemeinschaft ist Verlass", bestätigte Pfarrer Schmidt. Gerade im Jubiläumsjahr der Roggensteiner Pfarrkirche St. Erhard spürte er die Tatkraft der Frauen besonders. "Es ist eine eifrige Gruppe hier im Ort, die Grundwerte aufrecht erhält." Wohlstand sei wie eine Betäubung, eine Narkotisierung. Christen hätten dagegen ein festes Fundament. Es sei kein Zufall, dass vor allem in den neuen Bundesländern Menschen Angst vor dem Islam hätten. .

Eizellen-Einfrierung: nein

Evangelische und katholische Frauenverbände distanzieren sich ausdrücklich von Bestrebungen amerikanischer Konzerne wie Facebook und Apple, Mitarbeiterinnen das Einfrieren von Eizellen zu finanzieren. Nach Auffassung der Bezirksvorsitzenden werde hier eine moralische Grenze überschritten. Ein solches Angebot an Frauen, ihre Eizellen für einen späteren Zeitpunkt der Mutterschaft einzufrieren, suggeriere, dass Arbeitskraft und Karriere einen höheren Wert haben als die Gründung einer Familie oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Wir lehnen eine Instrumentalisierung von Frauen zur Steigerung des unternehmerischen Profits ab", äußerte sich Bauer klar zur gemeinsamen Petition.

Moderne Einstellung

Ferner tritt der Frauenbund mit seinem aktuellen Positionspapier für die Vielfalt von Paar- und Familienbeziehungen ein. Der Ehe zwischen Mann und Frau kommt darin eine besondere Bedeutung zu, doch gleichwohl trete der Frauenbund dafür ein, dass auch gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit erhalten, in der Kirche den Segen Gottes für ihre Partnerschaft zu erbitten, sagte Bauer. Geschiedene und Wiederverheiratete sollen zudem im vollem Umfang am Leben und den Sakramenten der Kirche teilhaben können.

Am 24. Februar um 19.45 Uhr werde in Altenstadt in der Gaststätte "Schloßwirt" eine Kommissionsveranstaltung stattfinden, zu der Bauer alle Frauen aus Kaimling einlud. Außerdem sei ein Einkehrtag in Johannisthal geplant. Anschließen wird sich am 24. April im Altenstädter Gemeindehaus ein kostenloser Schulungstag für Frauen aus den Bezirken Weiden, Neustadt/WN und Vohenstrauß, in dem es um Motivation, Gewinnung neuer Mitglieder und Rhetorik gehe. Ihren Erfahrungsschatz mit Kindern, Enkeln oder Patenkindern sollten Mitglieder aufschreiben. Egal ob Vorschläge zum Malen, Basteln, Kochen oder Spielen, Fingerspiele oder Lieder, die Sammlung soll in einem Buch veröffentlicht werden. Bis 4. Mai hätten die Frauen Zeit, ihre Gestaltungsvorschläge einzuschicken.
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