So wohnen die Bayern

Der LBS-Wohnreport zeigt, dass den Bürgern in Bayern immer mehr Wohnraum zur Verfügung steht. In München leben die meisten Menschen pro Quadratkilometer. Zwei Oberpfälzer Gemeinden gehören dagegen zu den am dünnsten besiedelten Orten.

Der Bedarf an Wohnraum in Bayern wächst. Dies liegt nicht nur am Zuzug in den Freistaat, sondern auch an der individuellen Wohnraumnachfrage. Das geht aus dem Wohnreport 2014 hervor, den die Landesbausparkasse Bayern (LBS) am Montag veröffentlicht hat.

Im Jahr 1993 standen laut Studie jedem Bürger in Bayern demnach durchschnittlich 38,1 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung. Zehn Jahre später waren es bereits 42,6 und im vergangenen Jahr 47,6 Quadratmeter. Damit ist die Wohnfläche pro Kopf binnen 20 Jahren um 25 Prozent gewachsen. "Zu diesem Trend trägt die zunehmende Singularisierung der Haushalte bei. Es wohnen immer weniger Menschen in einem Haushalt zusammen", so die Studie.

Bayern ist mit einer Fläche von rund 70 500 Quadratkilometern das größte deutsche Bundesland. Etwa die Hälfte davon ist Landwirtschaftsfläche und gut ein Drittel Waldfläche. Für Wohngebäude werden nur drei Prozent der Fläche des Freistaats in Anspruch genommen. Doch die sind laut LBS ungleich verteilt. Auf einem Quadratkilometer leben im Durchschnitt 179 Menschen. Allerdings reicht die Spannbreite von 6,5 in der oberbayerischen Voralpen-Gemeinde Jachenau bis 4531 Menschen pro Quadratkilometer in der Landeshauptstadt München. Zu den am dünnsten besiedelten Regionen zählen auch Hohenfels (Kreis Neumarkt) mit 16, Leonberg (Kreis Tirschenreuth) mit 20 und Kirchendemenreuth (Kreis Neustadt/WN mit 22 Einwohnern pro Quadratkilometer. Bayernweit sind im vergangenen Jahr 41 199 Wohneinheiten in neuen Wohngebäuden fertiggestellt worden. In Relation zur Einwohnerzahl am eifrigsten waren die Bauherren in Feucht (Kreis Nürnberger Land). Dort entstanden 20,5 Wohnungen je Tausend Einwohner. Auch in Sengenthal (Kreis Neumarkt) mit 18,7 Wohnungen wurden viele Fertigstellungen gemeldet. Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt München lag der Wert bei 4,9 Wohnungen je Tausend Einwohner.

Geselliges Reichenbach

12,6 Millionen Menschen leben in Bayern. Und die verteilen sich auf immer mehr Haushalte. Im Durchschnitt leben noch 2 Personen unter einem Dach. Am wenigsten sind es in Balderschwang (Kreis Oberallgäu/Schwaben) mit einem Wert von 1,2. Am geselligsten geht es in den Haushalten von Ursberg im schwäbischen Landkreis Günzburg zu, wo sich im Schnitt 3,3 Menschen eine Wohnung teilen. Ähnlich große Haushalte gibt es auch in Reichenbach (Kreis Cham) mit einem Wert von 3,2 .
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