Söder gegen Zwangsbelegung
Kurz notiert

Schwandorf. (ch) Das Thema Asyl und Flucht dominierte am Mittwoch eine Heimatkonferenz mit rund 100 Bürgermeistern und Landräten aus der südlichen Oberpfalz in der Schwandorfer Spitalkirche. Heimatminister Markus Söder (CSU) nannte zwei Punkte, die den Kommunalpolitikern besonders auf den Nägeln brennen. Da ist zum einen die Finanzierung der Integration, etwa hinsichtlich Lehrerstellen oder Kinderbetreuung; zum anderen plage die Kommunen die Frage, wie der weitere Zuzug von Flüchtlingen geregelt werden soll. "Zwangsbelegungen von Wohnungen wird es in Bayern nicht geben", sagte Söder. Es gelte, einen Weg zu finden, freie Kapazitäten zu nutzen, deshalb werde auch das Gespräch mit den Kirchen gesucht. Nach der Öffnung in der vergangenen Woche (Söder: "Das ist der Hauptgrund für die Sorgen") seien die Grenzkontrollen der richtige Schritt hin zu mehr Sicherheit, sagte er. "Wer sagt uns denn, dass unter den Bürgerkriegsflüchtlingen nicht auch Bürgerkrieger sind?"

100 Flüchtlinge verschwinden

Sulzbach-Rosenberg. (ge) Die Betreuer sind ratlos: Etwa 100 der rund 140 Flüchtlinge, die im Auffanglager in der Realschul-Turnhalle in Sulzbach-Rosenberg untergebracht waren, sind am Mittwoch verschwunden. Es wird vermutet, dass die größtenteils aus Syrien und dem Irak stammenden Asylsuchenden ihren ebenfalls geflohenen Verwandten in Deutschland, Schweden oder etwa Dänemark aufsuchen wollen. Die Personen seien zwar alle registriert und an die Behörden weitergemeldet, jedoch von der Polizei noch nicht erkennungsdienstlich behandelt worden - es gebe also keine Fingerabdruckkartei, erklärte der stellvertretende Sprecher des Landratsamtes Amberg-Sulzbach, Harald Herrle. Würden die Flüchtlinge bei einer Grenzkontrolle trotzdem identifiziert, könnten sie wieder zurückgeschickt werden.
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