Söder säuselt

Söder säuselt Wenn Markus Söder dereinst seine Zukunft hinter sich haben und nach einem Austragsstüberl suchen wird, böte sich der Posten des Landtagspräsidenten an. Aus heutiger Sicht mag Söders Eignung für dieses auf Ausgleich bedachte Amt kaum vorstellbar erscheinen, doch aktuelle Beispiele aus dem Landtagsplenum zeigen, dass es auch den beinahe altväterlichen Söder gibt. Wenn er zum Beispiel ganz lässig den eifernden Zwischenrufer Hubert Aiwanger mit den Worten "Erst hören, dann stö
Wenn Markus Söder dereinst seine Zukunft hinter sich haben und nach einem Austragsstüberl suchen wird, böte sich der Posten des Landtagspräsidenten an. Aus heutiger Sicht mag Söders Eignung für dieses auf Ausgleich bedachte Amt kaum vorstellbar erscheinen, doch aktuelle Beispiele aus dem Landtagsplenum zeigen, dass es auch den beinahe altväterlichen Söder gibt. Wenn er zum Beispiel ganz lässig den eifernden Zwischenrufer Hubert Aiwanger mit den Worten "Erst hören, dann stören!" zur Ordnung ruft. Oder die keifende Opposition mit Säuselstimme bittet: "Hören Sie zu und zeigen Sie sich begeistert!" Wie kann man diesen Mann nur immer als schmutzelnden Ehrgeizling verkennen. (jum)

Kreuzer keift

Mit ihrer Visite beim chinesischen Dissidenten Ai Weiwei hat Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause ihren CSU-Kollegen Thomas Kreuzer nahe zur Weißglut gebracht. Der hat empört die Praxis hinterfragt, Oppositionspolitiker auf Auslandsreisen des Ministerpräsidenten mitzunehmen. Nachdem Kreuzer der Opposition ohnehin schon die Redezeiten kürzen will, reagierte Bause spöttisch auf das angedachte Reiseverbot. Sie könne Kreuzer noch weitere Tipps geben, wie er die Opposition "kujonieren" könne. Früher seien die Grünen zum Beispiel nicht zu Staatsempfängen geladen worden. Und wenn Kreuzer nichts mehr einfiele, "dann soll er halt bei den Chinesen nachfragen". Den dortigen Umgang mit Oppositionellen hat Bause bei Ai Weiwei bewundern dürfen. (jum)

Huber hilft

So ein G7-Gipfel ist eine tolle Sache. Wenn sich nächstes Jahr die Chefs der wichtigsten Industrienationen auf Schloss Elmau bei Garmisch treffen, werden die Bewohner der Region reich entschädigt. Die Straßen werden dann frisch geteert sein, neue Feuerwehrautos in den Depots stehen und ein zum Hubschrauberlandeplatz umfunktionierter Wanderparkplatz mit einem Feuchtbiotop renaturiert sein. "So schön war der noch nie", schwärmt Staatskanzleichef Marcel Huber schon heute. Und Innenminister Joachim Herrmann freut sich über die mit Millionenaufwand renovierten Bahnsteige: "Die werden ja nicht für den Obama hergerichtet." Nun ja: Nicht für, aber wegen Obama. (jum)
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