Sofa-Touristen

Sofa-Touristen Sie heißen "Sofa-Touristen" und sind bei Hoteliers nicht unbedingt beliebt. Schließlich dösen sie in Privat-Betten, anstatt bezahlten Service zu nutzen. 1,9 Millionen Übernachtungen dieser Art gibt es pro Jahr, hat eine aktuelle Tourismus-Studie ergeben, die Wirtschaftsreferent Michael Fraas vorstellte. Das seien sieben Übernachtungen pro Haushalt. Doch auch wenn sie nicht in Hotels nächtigen, bereichern sie als Touristen den Stadtsäckel mit 62,7 Millionen Euro im Jahr. Einigen G
Sie heißen "Sofa-Touristen" und sind bei Hoteliers nicht unbedingt beliebt. Schließlich dösen sie in Privat-Betten, anstatt bezahlten Service zu nutzen. 1,9 Millionen Übernachtungen dieser Art gibt es pro Jahr, hat eine aktuelle Tourismus-Studie ergeben, die Wirtschaftsreferent Michael Fraas vorstellte. Das seien sieben Übernachtungen pro Haushalt. Doch auch wenn sie nicht in Hotels nächtigen, bereichern sie als Touristen den Stadtsäckel mit 62,7 Millionen Euro im Jahr. Einigen Gastgebern wird die kostenlose Kost und Logis auch zu viel, so dass ein Drittel ihre Besucher auch schon wieder in Hotels untergebracht hat. Dieses Ergebnis der Umfrage lässt wiederum Hoteliers ganz beruhigt schlafen. (gük)

Bio-Flaute

Der Stadtrat hatte 2008 einstimmig beschlossen, dass städtische Einrichtungen bis 2014 einen Bio-Anteil von 25 Prozent aufweisen sollten. Für Schulen und Kitas nahm man sich im Blick auf das Essensangebot sogar 50 Prozent vor. Die Kontrolle nach sechs Jahren sorgt nicht für Euphorie. Gerade in der Kantine im Rathaus und im Klinikum werden die Ziele weit verfehlt. Wies das Klinikum (täglich 3000 Essen) bei der Befragung 2010 noch einen Bio-Anteil von zehn Prozent aus, sank er heuer auf 1,2 Prozent. Viel weniger gab es nur noch in der Kantine des Staatstheaters oder bei der Beschäftigungsgesellschaft NOA. Hier lautet der Wert: null Prozent! Tierisch gut ist laut Umweltreferent Peter Pluschke (Grüne) der Tiergarten, der zu 75 Prozent konsequent auf Bioprodukte setzt! (gük)

Einbruchs-Software

Die Polizei setzt seit Kurzem auf eine Software namens "Precops". Das Computerprogramm soll Einbrüche vorhersagen, den Ort und ungefähren Zeitraum. Entwickelt wurde es vom Institut für musterbasierte Prognosetechnik in Oberhausen. Die Entwickler, ein Soziologe und ein Informatiker, machten sich eine wichtige Erkenntnis aus der Kriminologie zunutze: Täter kehren nach erfolgreichen Delikten wieder an den Tatort zurück. Sie kennen sich dort aus und wissen, wo die Fluchtwege sind. Die ersten Ergebnisse stimmen vorsichtig optimistisch, sagt Karl Geyer , Leiter der Abteilung Kriminalitätsbekämpfung. Viermal schlug "Pre- cops" in den vergangenen Tagen Alarm, in zwei Fällen hatte das System Recht. (gük)
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