Soldaten der Schweppermann-Kaserne wollen helfen
Bereit für den Ebola-Einsatz

Auslandseinsätze sind für die Versorgungsspezialisten des Logistikbataillons472 in der Schweppermann-Kaserne inzwischen Alltag. Archivbild: Hartl
Kümmersbruck. (upl) Tapfer, diese Soldaten aus der Schweppermann-Kaserne. 15 Angehörige des Logistikbataillons 472 haben sich auf den Aufruf von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hin gemeldet, um die Bundeswehr beim Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Afrika zu unterstützen. "Ich werde heute einen Aufruf starten innerhalb der Bundeswehr, dass diejenigen, die wollen und können, sich melden.", hatte die Ministerin am Montag im ARD-Morgenmagazin angekündigt.

Erst in vier Wochen

Mitte der Woche konnte der Kommandeur, Oberstleutnant i.G. Matthias Kampf, bereits nach Berlin melden: In Kümmersbruck stehen 15 Soldaten zur Verfügung. "Es handelt sich um Interessensbekundungen", erläuterte Presseoffizier Gerhard Ullrich. Zentrale Stellen im Verteidigungsministerium seien gerade dabei, einen Aktionsplan zu erstellen. Erst wenn sich daraus Details ergeben, zeichne sich ab, ob, wann und mit welchen Aufgaben die Kümmersbrucker Freiwilligen den Ebola-Einsatz unterstützen. Ministerin von der Leyen hatte angedeutet, dass es etwa vier Wochen dauern werde, bis alles so weit vorbereitet sei, dass die Freiwilligen im Krisengebiet eingesetzt werden können. An der Schweppermann-Kaserne ist auch ein Fachsanitätszentrum ansässig. Aus den Reihen der dort tätigen Soldaten lägen jedoch keine Hilfsangebote vor, erklärte Ullrich.

Die Bundeswehr hat am Donnerstag damit begonnen, die internationalen Helfer in den afrikanischen Epidemie-Gebieten zu unterstützen. Zwei Transall-Flugzeuge und ein Airbus der Luftwaffe starteten nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Fliegerhorst Landsberg Richtung Afrika. Sie sollen eine Luftbrücke zwischen Dakar und Monrovia, der Hauptstadt Liberias, einrichten. Am Freitagmorgen folgte ein zweiter Airbus vom Flughafen Köln/Bonn aus, um weiteres Material nach Dakar zu bringen.

An der Schweppermann-Kaserne sind etwa 1000 Soldaten in drei Einrichtungen stationiert: dem Logistikbataillon 472, dem Fachsanitätszentrum und dem Familienbetreuungszentrum.
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