Sommerlicher Glutofen kühlt ab

Kaum noch Sand zu sehen: Am Ostseestrand von Zinnowitz (Mecklenburg-Vorpommern) auf der Insel Usedom. drängten sich am Freitag die Hitzgeplagten. Bild: dpa

Im bayerischen Kitzingen hat der Deutsche Wetterdienst am Freitag erneut den deutschen Rekordwert von 40,3 Grad gemessen. Den gab es dort bereits am 5. Juli. Am Wochenende ist die größte Hitze aber erst mal vorbei.

Gewitter beenden die Gluthitze in Deutschland, das Wochenende bringt "erträglichere" Temperaturen um 30 Grad. Aber auch noch ein paar Gewitter, die lokal heftig ausfallen können. "Am Vormittag des Samstags sind im Norden und teils auch in den mittleren Teilen Deutschlands noch einige Gewitter unterwegs, die sich allmählich abschwächen", hieß es im Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Freitag.

Schauer und Gewitter

Am Freitag erreichten die Temperaturen schon am Mittag im Südwesten 35 Grad. Zur selben Zeit gab es im Nordwesten die ersten Gewitter. Im Süden und Osten dagegen erwarten die Meteorologen erst im Lauf des Samstags Gewitter mit Unwetterpotenzial. Im Südosten klettern die Temperaturen zuvor noch einmal auf 28 bis 38 Grad. Im Norden und Nordwesten ist es nach dem Durchzug der Gewitter nicht mehr ganz so heiß. 23 und 30 Grad werden erwartet, an den Küsten bleibt es kühler.

Auch in den folgenden Tagen sei weiterhin mit örtlichen Schauern und Gewittern zu rechnen, sagte DWD-Meteorologin Johanna Anger. "Flächendeckende Niederschläge sind aber aus heutiger Sicht nicht zu erwarten." Auf ergiebigen Regen waren viele Regionen seit Wochen vergeblich. Seit Anfang Juni sei in Deutschland nur gut die Hälfte des üblichen Sommerniederschlags gefallen, und über zwei Drittel des Sommers seien bereits vorbei, sagte Anger. Schon das Frühjahr sei zu trocken gewesen. Besonders betroffen ist nach DWD-Angaben das Rhein-Main-Gebiet. Seit Jahresbeginn habe es etwa am Frankfurter Flughafen 160 Liter Regen pro Quadratmeter zu wenig gegeben. Das entspricht der normalen Regenmenge von zwei Monaten.

Erhöhte Ozonwerte

Die Gluthitze mit Höchstwerten von fast 40 Grad hat am Freitag auch die Ozonwerte in Bayern in die Höhe schnellen lassen. Bis zum späten Nachmittag hatte die Ozonkonzentration in drei bayerischen Orten die kritische Schwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt in Augsburg mit. Die höchste Ozon-Konzentration wurde nach Behördenangaben am Nachmittag in Aschaffenburg gemessen. Dort registrierte eine Luftmessstelle einen Ozonwert von 217 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.
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