Sonderurlaub für Feuerwehrvorsitzenden Günther Horn
Endlich ausspannen

"Meine Ordner daheim sind voll. Ich habe häufiger Gedanken an einen Abschied", beschreibt Feuerwehr-Vorsitzender Günter Horn seine Gemütslage nach 25 Jahren im gleichen Amt. Heute ist er "landkreisweit einmalig", 1990 mussten ihn zwei Mann zum Antritt überreden. Über die Bild-Verwechslung in der Zeitung zum Amtsantritt im Februar 1990 urteilte seine Frau: "Das fängt ja gut an."

Die erste Satzungsänderung 1992 (Neuwahlen nach 3 statt 6 Jahren) habe bei ihm nicht gegriffen. 1993 begründete der Verein den Feuerwehrverband. Die Fahrzeugweihe ging 1994 drei Wochen nach Karl und Jutta Völkls Trauung über die Bühne. 1997 traten alle in Uniformen an, als Pater Joy Pfarrer Voss ablöste und Ehrenkommandant Adolf Steger beerdigt wurde. Im gleichen Jahr fiel die Entscheidung, das Gerätehaus am Dorfweiher zu erweitern .

Den Schlüssel übergab das Bürgermeistergespann Herbert Hösl und Marianne Rauh beim Ehrenabend im Juli 2000. Ab diesem Zeitpunkt hielten Generalversammlung und Preis-schafkopf Einzug ins Gemeindehaus. Karl Völkl übernahm mit Christian Schwägerl das Kommandantenamt. Ihr Vorgänger Franz Uschold wurde 2002 Ehrenkommandant. 2003 senkte man das Mindest-Beitrittsalter auf 12 Jahre. Es folgten 26 Neuzugänge. Die erste Feuerwehrfrau, Melanie Horn (jetzt Kaiser), trat bei, Pater Joy wurde verabschiedet.

Seit 2005 war der Jugendwart automatisch Beisitzer im Verwaltungsrat, und im Folgejahr bestätigte man die Führungsriege. 2008 kondolierte man den Angehörigen von Ehrenmitglied Josef Lingl. Zwei Mal wütete in Letzau im gleichen Anwesen ein Großbrand. Ebenso unvergessen die Trauerzüge für Ehrenkommandant Franz Uschold (2009), Monsignore Fritz Rosner (2011) und die Ehrenmitglieder Adolf Bodensteiner (2012) und Fritz Haberkorn (2013).

Für 40-jährige Treue bekamen Alois Hösl und Hubert Schuller das goldene Ehrenzeichen. Karl Keil, Josef Lindner, Alfons Sauer und Herbert Scharl erhielten das Pendant in Silber für 25 Jahre. Horns vollendetes Vierteljahrhundert würdigte der Verein mit einer Reise ins Hotel St. Florian nach Bayerisch Gmain. "Damit er mal acht Tage ausspannen kann."
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