Sozialisten Verlierer der Départementswahlen - Konservative vor Rechtsradikalen
Weiteres Debakel für Hollande

Der französische Präsident François Hollande. Bild: dpa
Der Sieger der ersten Runde der französischen Départementswahlen heißt Nicolas Sarkozy, die großen Verlierer sind die das Land regierenden Sozialisten von Präsident François Hollande. Schlechter als nach den Umfragen erwartet, aber als zweitstärkste Kraft schnitt nach Hochrechnungen die rechtsextreme Front National (FN) von Marine Le Pen ab. Die Abstimmung in den Landkreisen galt als Stimmungstest für die Präsidentenwahl 2017. Die konservative UMP des ehemaligen Staatsoberhaupts Sarkozy gewann nach den Hochrechnungen die erste Runde klar. Sie kommt auf 29 bis 32 Prozent. Sarkozy wird der Ehrgeiz nachgesagt, bei der Staatspräsidentenwahl wieder antreten zu wollen. Eine erneute schwere Schlappe wie schon bei Wahlen im vergangenen Jahr erlitt die Sozialistische Partei (PS). Die Front National kommt bei der Abstimmung in den Landkreisen auf etwa 25 Prozent, ergaben die Hochrechnungen der Institute. Knapp 25 Prozent hatte die FN bereits bei den Europa-Wahlen im vergangenen Jahr erreicht. Parteichefin Le Pen forderte den sozialistischen Regierungschef Manuel Valls zum Rücktritt auf. Wahlinstitute sahen die Sozialisten bei nur 20 Prozent oder ein paar Prozent darüber. Valls zeigte sich erfreut, "dass die extreme Rechte nicht die erste politische Formation in Frankreich ist". Jetzt hänge alles von der Stichwahl am kommenden Sonntag ab. Umfragen hatten die FN zeitweise als stärkste Partei gesehen.
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