Spanien strengt Mega-Prozess auch gegen Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth an
Rocker-Boss soll vor Gericht

Die spanische Justiz will den Rocker-Boss Frank Hanebuth aus Hannover und dessen Komplizen vor Gericht stellen. Der Madrider Ermittlungsrichter Eloy Velasco sprach sich in seinem Abschlussbericht dafür aus, gegen insgesamt 55 Mitglieder und Helfer der Hells Angels Anklage zu erheben.

Wie der Nationale Gerichtshof am Mittwoch mitteilte, legt der Richter ihnen unter anderem Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung, Erpressung, Zuhälterei und Geldwäsche zur Last. Die Polizei hatte im Juli 2013 auf Mallorca bei einer Razzia 25 mutmaßliche Mitglieder der Hells Angels aus verschiedenen Ländern festgenommen. Auf Mallorca hat Hanebuth ein Luxusleben geführt, sitzt seither aber wie weitere 18 Rocker in Untersuchungshaft.

Der Deutsche bestritt die Vorwürfe. Elf der Verdächtigen konnten von der Justiz bislang nicht aufgespürt werden. Der Ermittlungsrichter trug der Staatsanwaltschaft auf zu prüfen, ob gegen sie internationale Haftbefehle erlassen werden sollen. "Es ist sehr erfreulich, dass endlich der Abschlussbericht vorliegt und Bewegung in die Sache kommt", sagte Hanebuths deutscher Anwalt Götz von Fromberg am Montag in Hannover.
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