Sparkassen und Volksbanken in Bayern planen keine Strafzinsen
Viel Geld, wenig Zinsen

Symbolbild: dpa
München. (dpa/lby) Den Kunden der Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern bleiben Strafzinsen auf ihr Erspartes wohl erstmal erspart. Aber schon jetzt gilt: Je mehr Geld auf dem Tagesgeldkonto liegt, desto niedriger der Zins.

Die Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern haben keine Pläne für die Einführung von «Strafzinsen» auf Spareinlagen. «Wir können uns nicht vorstellen, dass Negativzinsen auf Spareinlagen bei den bayerischen Sparkassen kommen werden», sagte eine Sprecherin des bayerischen Sparkassenverbandes am Montag in München auf Anfrage. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken berechnen derzeit nach Worten eines Sprechers keine Strafzinsen für Geldeinlagen von Privatkunden.

Allerdings liegen die Guthabenzinsen derzeit schon nahe der Null-Linie: Für Tagesgeld bietet beispielsweise die Sparkasse München derzeit 0,1 Prozent Zinsen. Wer mehr als 250.000 Euro anlegen will, erhält nur noch 0,01 Prozent Zinsen und damit so gut wie nichts. Auch die Münchner Bank zahlt für hohe Spareinlagen ab einer Viertel Million weniger Zinsen (0,05 Prozent) als für kleinere Summen (0,1 Prozent).

Die thüringische Skatbank geht einen Schritt weiter und führt als wohl erste Bank in Deutschland einen Negativzins in Höhe von 0,25 Prozent auf besonders hohe Sparguthaben auf Tagesgeldkonten ein. Die Bank begründete diesen Schritt mit der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die den Geschäftsbanken bereits einen Strafzins in Rechnung stellt, wenn sie ihr Geld bei der Notenbank parken.
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