SPD dringt weiter auf Einwanderungsgesetz
Fachkräfte gesucht

Die SPD will ein Einwanderungsgesetz für Deutschland weiter vorantreiben - ungeachtet des Widerstands in beträchtlichen Teilen der Union. Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann begründete das am Donnerstag in München mit der Pensionierungswelle: "Wir werden sechs bis sieben Millionen Fachkräfte verlieren", sagte er mit Blick auf das bevorstehende Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge 1954 bis 1964. Die Qualifizierung junger Menschen und eine stärkere Erwerbstätigkeit von Frauen könnten diesen Mangel nicht ausgleichen. "Wir brauchen qualifizierte Einwanderung", forderte Oppermann. "Wir wollen nicht, dass Deutschland ein schrumpfendes Land wird."

In München trafen sich am Donnerstag die Fraktionsvorsitzenden der SPD aus Bund, Ländern und Europaparlament. CSU-Chef Horst Seehofer nahm als Gast teil. Sowohl Oppermann als auch Seehofer beteuerten trotz der aktuellen Auseinandersetzungen zwischen Union und SPD, es gebe keine Koalitionskrise. "Was für andere Spannungen sind, Belastungen, Erschütterungen, sind für uns normale Diskussionen", erklärte Seehofer.
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