SPD-Landeschef Florian Pronold fordert Entschuldigung für rüden Ton
Jusos attackieren Gabriel

Eine Frontalattacke der bayerischen Jusos auf Parteichef Sigmar Gabriel hat ein schweres Zerwürfnis zwischen dem SPD-Landesverband und dem Parteinachwuchs zur Folge. "Wir erwarten mehr von einem Vorsitzenden der SPD, als unreflektiert Stammtischparolen zu wiederholen und im trübbraunen Wasser zu fischen", hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten offenen Brief des Juso-Landesvorsitzenden Tobias Afsali und seiner Vorstandskollegen. SPD-Landeschef Florian Pronold nannte die Attacke anschließend "ehrenrührig" und verlangte eine Entschuldigung des Juso-Landesvorstands. Dieser wirft Gabriel das Auftreten eines arroganten Nationalisten vor: "Es reicht ganz Europa der deutsche Chauvinismus und die süffisante Überheblichkeit, mit der du und andere VertreterInnen der deutschen Regierung gegenüber Griechenland und anderen krisengebeutelten Staaten auftreten", heißt es weiter in dem offenen Brief an den Parteichef. Anlass war Gabriels scharfe Kritik an der griechischen Regierung in der "Bild"-Zeitung vom Wochenende. Für den rotzigen Tonfall und die Wortwahl sei eine Entschuldigung des Juso-Landesvorstandes fällig, erklärte Pronold. "So gehen wir in der SPD nicht miteinander um."
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