SPD regt Änderungen im Bestattungsrecht an
Mehr Freiheiten

Im Landtag gibt es Überlegungen für Änderungen am Bestattungsrecht. Nachdem die Grünen bereits einen Prüfantrag zur Aufhebung der Sarg- und Urnenpflicht eingebracht hatten, legte nun die SPD einen Gesetzentwurf vor, mit dem das Verstreuen der Asche eines Verstorbenen ermöglicht werden soll. Diese Entscheidungsfreiheit gehöre für ihn zum "postmortalen Persönlichkeitsrecht", sagte der SPD-Abgeordnete Peter Paul Gantzer.

Ermöglicht werden soll nach den Vorstellungen der Partei, die Asche sowohl auf einem dafür ausgewiesenen Areal auf dem Friedhof zu verstreuen, als auch in Friedwäldern oder im eigenen Garten. Die Kommunen müssten dazu entsprechende Genehmigungen erteilen.

Der CSU-Abgeordnete Ludwig von Lerchenfeld äußerte sich skeptisch. "Es besteht die Frage, ob dafür wirklich ein Bedarf besteht und ob das mit dem mehrheitlichen Werteempfinden und der christlichen Tradition vereinbar ist", ergänzte er. Da im Juni ohnehin eine Expertenanhörung zur Sarg- und Urnenpflicht bei nicht-christlichen Bestattungen vorgesehen sei, sollte man diese abwarten.
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