Spezialeinheit stellt Täter auf Autobahn-Rastplatz - Auch in Pegnitz aktiv
Bundesweit gesuchter Serienräuber gefasst

Symbolbild: dpa
Hof. Der mutmaßliche Serienräuber und Mörder, nach dem seit längerem im gesamten Bundesgebiet wegen zahlreicher Supermarktüberfälle gesucht wurde, ist gefasst. Am Donnerstagmorgen nahmen Einsatzkräfte einer bayerischen Spezialeinheit den 42-Jährigen in Sachsen fest. Inzwischen, so meldet die Polizei heute, sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Seit Herbst 2013 trat der Unbekannte in mehreren Bundesländern immer wieder bei Raubüberfällen auf Discounter in Erscheinung - auch in Oberfranken. Die Vorgehensweise war immer ähnlich: Bei Ladenschluss bedrohte er die Kassiererin und weitere Angestellte mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld. Im Lauf der Zeit machte der Mann insgesamt acht Mal von seiner Waffe Gebrauch. Auf sein Konto gehen vermutlich insgesamt 43 Fälle. Derzeit können Kriminalbeamte dem Serienstraftäter bundesweit 17 Fälle anhand der Spuren nachweisen.

Am 3. Juni 2015 überfiel der 42-Jährige eine Supermarktfiliale in Hof. Dabei schoss er in Richtung der Kasse und flüchtete ohne Beute. Eine Woche später, schlug der Mann in Kulmbach und am folgenden Tag in Pegnitz zu. Dabei erbeutete er insgesamt über 1000 Euro Bargeld. Trotz einer Fahndung blieb die Suche nach dem Täter ohne Ergebnis.

Bei den intensiven Ermittlungen erkannten die Beamten die Parallelen zu dem seit längerem gesuchten Raubmörder, der insbesondere von der Polizei Hannover wegen zahlreicher Taten in mehreren anderen Bundesländern gesucht wurde. Nach umfangreichen Ermittlungen nahmen Beamte einer bayerischen Spezialeinheit den Mann am Rastplatz „Dresdner Tor Nord“ an der Autobahn A4 in seinem BMW fest.
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