Staatsanwalt will Freispruch

Die Staatsanwaltschaft hatte schon vor Beginn des Prozesses gegen Dominique Strauss Kahn (Mitte) ein Ende der Ermittlungen plädiert. Nun fordert sie einen Freispruch in dem Prozess um Sex-Partys. Bild: dpa

Vor dem Gericht in Lille dreht sich viel um Sex und Prostitution. Doch Dominique Strauss-Kahn will von gekauften Frauen nichts gewusst haben. Auch der Staatsanwalt fordert Freispruch für den Ex-IWF-Chef.

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft vom Vorwurf der Zuhälterei freigesprochen werden. Strauss-Kahn habe weder die Prostituierten bezahlt noch die Abende organisiert oder einen finanziellen Vorteil gehabt, sagte Staatsanwalt Frédéric Fèvre am Dienstag vor dem Strafgerichtshof im nordfranzösischen Lille im Prozess um illegale Sexpartys. Darum forderte der Anklagevertreter in seinem Plädoyer "schlicht und einfach" Freispruch. Ein Termin für die Urteilsverkündung ist noch nicht bekannt.

Bei den 13 anderen Angeklagten sprach sich die Staatsanwaltschaft neben weiteren Freisprüchen für Bewährungsstrafen zwischen drei Monaten und zwei Jahren sowie Geldstrafen bis von zu 20 000 Euro aus. Der Bordellbetreiber soll nach dem Willen der Ankläger für ein Jahr ins Gefängnis. Ein weiteres Jahr soll auf Bewährung ausgesetzt werden. Er kündigte in Lille bereits Berufung für den Fall einer Verurteilung an.

In dem Verfahren müssen sich die Angeklagten unter anderem wegen organisierter Zuhälterei verantworten, weil an den Partys auch Prostituierte beteiligt waren. Organisation, Profit oder Teilnahme mit dem Wissen darum sind in Frankreich illegal. Strauss-Kahn bestreitet, von einer Bezahlung der beteiligten Frauen gewusst zu haben.
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