Staatstrauer in Guatemala: 300 Menschen weiter vermisst
Erdrutsch: 137 Tote

Die Regierung in Guatemala hat nach dem verheerenden Erdrutsch mit vielen Toten eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Präsident Alejandro Maldonado sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus, wie der Radiosender Emisoras Unidas am Montag berichtete. Der Erdrutsch war von tagelangen starken Regenfällen ausgelöst worden.

Bislang bargen die Einsatzkräfte 137 Leichen aus den Trümmern in der Siedlung Cambray II am Rande von Guatemala-Stadt. Noch immer werden mindestens 300 Menschen vermisst. Einsatzleiter Sergio Ca- bañas sagte, es sei sehr unwahrscheinlich, noch weitere Überlebende zu finden. Die 72-Stunden-Frist, nach der die Überlebenschancen von Verschütteten gewöhnlich rapide sinken, lief in der Nacht zum Montag ab. Wegen anhaltenden Regens kamen die Bergungsarbeiten am Montag allerdings nicht in Gang. Rund 1800 Helfer waren an der Rettungsaktion beteiligt. Der Hügel über dem Viertel, in dem größtenteils arme Familien leben, brach in zwei Teile. Laut Medien hatte der Katastrophenschutz den Bezirk schon vor Jahren als Risikozone deklariert.
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