statt Geldstrafe
Youtube-Klicks

Youtube-Klicks statt Geldstrafe Ein tschechischer Raubkopierer braucht 200 000 Klicks auf Youtube, um einer Geldstrafe zu entgehen. Der 30-jährige Jakub F. habe sich mit den geschädigten Firmen geeinigt, dass ihm ein Großteil des entstandenen Schadens verziehen werde, teilte die Anti-Piraterie-Lobby BSA mit. Einzige Bedingung: Er muss ein Video über seine Fehler drehen und erfolgreich vermarkten. Seinen Teil der Vereinbarung dürfte der Softwarepirat erfüllt haben. Bis Freitag hatten 400
Ein tschechischer Raubkopierer braucht 200 000 Klicks auf Youtube, um einer Geldstrafe zu entgehen. Der 30-jährige Jakub F. habe sich mit den geschädigten Firmen geeinigt, dass ihm ein Großteil des entstandenen Schadens verziehen werde, teilte die Anti-Piraterie-Lobby BSA mit. Einzige Bedingung: Er muss ein Video über seine Fehler drehen und erfolgreich vermarkten. Seinen Teil der Vereinbarung dürfte der Softwarepirat erfüllt haben. Bis Freitag hatten 400 000 Youtube-User das Video "Mit Filesharing hat alles begonnen" gesehen. Das Amtsgericht in Litomerice hatte den Raubkopierer zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Zudem wurde er aufgefordert, den Schaden zu ersetzen, der sich auf rund 5,7 Millionen Kronen (210 000 Euro) belief. Nach Angaben von BSA sollen in Tschechien 34 Prozent aller Programme Raubkopien sein.

Zwangsarbeit im Uranbergwerk

Er war kurz vor seinem Studienabschluss: 1953 schickte das kommunistische Regime in Prag den Widerstandskämpfer Frantisek Sedivý zur Zwangsarbeit ins Uranbergwerk. Als einer von mehr als 60 000 Häftlingen in der Tschechoslowakei musste Sedivý Uran abbauen - für die Atomwaffen der Sowjetunion. Nun sind Frantisek Sedivýs Erinnerungen

Frantisek Sedivýs Erinnerungen an die Zwangsarbeit im Uranbergwerk. Bild: Verlag
auf Deutsch erschienen. Sie erzählen von Hunger, Schikanen und einem Kapitel tschechischet Geschichte, das nur oberflächlich aufgearbeitet wurde. Das Buch "Uran für die Sowjetuntion" von Frantisek Sedivý mit einem Vorwort von Nancy Aris und Frantisek Bartík ist bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig erschienen. Es kostet 9,90 Euro.

Klage gegen Flüchtlingsquoten

Vizepremier Andrej Babis (Partei Ano) hat empfohlen, dass sich Tschechien doch noch der Klage gegen die EU-Flüchtlingsquoten anschließt. Diese Quoten seien Unsinn, sagte er am Freitag. Im September hatte eine Mehrheit der 28 EU-Staaten dafür gestimmt, dass 120 000 Flüchtlinge innerhalb der Europäischen Union aufgeteilt werden. Dabei wurden vier Länder überstimmt, darunter Tschechien. Die Slowakei reichte deswegen Klage gegen die Quotenregelung ein. Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) lehnt eine Beteiligung an der Klage jedoch ab. Er wolle die Spannungen in der EU nicht weiter steigern.

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