Steinhauer vom alten Schlag

Karl Frey (vorne, Zweiter von rechts) neben seiner Ehefrau Anna feierte mit Familie, Verwandten und Vereinen beim "Wirt" 90.Geburtstag. Dazu gratulierten auch Pfarrer Wilhelm Bauer (vorne, rechts) und Bürgermeister Max Völkl (Dritter von links). Bild: es

Hat der harte Oberpfälzer Granit Karl Frey geprägt? Scheint so, denn dem gelernten Steinmetz geht es trotz seiner 90 Jahre noch sehr gut.

Der Jubilar, ein Steinhauer vom alten Schlag, wuchs mit neun Geschwistern auf. Große Familien waren damals keine Seltenheit. So war er von Jugend an das Arbeiten gewohnt. Heute lebt nur noch sein Bruder Ludwig, der aber an der Geburtstagsfeier am Samstag beim "Wirt" nicht teilnehmen konnte.

Ehefrau erste Gratulantin

Zum 90. Geburtstag gratulierten die Söhne Karl und Günther sowie Tochter Rita ihrem Vater. Als Erste hatte aber ihm seine Ehefrau Anna, eine geborene Elsner aus Teunz, alles Gute gewünscht. Im Februar 1959 gaben sich die beiden vor dem damaligen Pfarrer Friedrich Reichl das Jawort. Standesamtlich heiratete das Paar in der früheren Gemeinde Zeinried, zu der die Ortschaft Pilchau bis zur Gemeindegebietsreform gehörte, heute aber zu Tännesberg.

Im Zeinrieder Steinbruch, etwa zwei Kilometer vom Geburtsort entfernt, lernte der Jubilar Steinmetz. Die Arbeit mit dem Stein begleitete ihn ein Leben lang, auch als er nach dem Zweiten Weltkrieg etwa 30 Jahre bei der Firma Utz aus Schönsee im Straßenbau als Vorarbeiter beschäftigt war. "Wenn jemand wirklich niemand für eine kleinere Arbeit auftreibt, helfe ich ihm noch", sagte der Jubilar. Frey war auch immer einer, der trotz der vielen Arbeit Zeit für das Allgemeinwohl fand, ob als Gemeinderat in der Gemeinde Zeinried oder später als Ortssprecher in der Kommune Tännesberg. Der damalige Bürgermeister Horst Robl schätzte seinen Rat.

Immer ein offenes Ohr

Für die Anliegen von Bürgern hatte er immer ein offenes Ohr und half mit seinem großen handwerklichen Geschick, wo er konnte (Hofeinfahrten, Mauern). Im Kriegerverein Tännesberg saß er viele Jahre im Vorstand. Für seinen Einsatz dankten ihm Vorsitzender Georg Ebnet und Vorsandsmitglied Hans Eckl. Die Glückwünsche der CSU Tännesberg überbrachten Vorsitzender Robert Eichhorn und Ehrenvorsitzender Erich Spickenreither. Bürgermeister Max Völkl dankte ihm mit Urkunde und Gutschein für das Ehrenamt. Für die Pfarrgemeinde Tännesberg gratulierte Pfarrer Wilhelm Bauer.
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