Stille statt Tempowahn

Zur tschechisch-deutschen Gedenk-Andacht trafen sich (von links) Pfarrer Georg Hartl, Pater Emil Suokup, Pfarrer Jiri Chytil und Pfarrer Karel Simr mit dem Bischof von Pilsen, Monsignore Frantisek Radkovsky, in der Autobahnkapelle von Slovice bei Pilsen. Bild: fj

Die Autobahnkapelle Slovice an der "Via Carolina" lädt ein zur stillen Rast und Besinnung. Eine ökumenische Gedenkandacht für Unfallopfer im Straßenverkehr feierte der Bischof von Pilsen, Frantisek Radkovsky, mit einer Waidhauser Delegation. Im Mittelpunkt stand einmal mehr der grenzüberschreitende Gedanke.

Der Bischof von Pilsen, Frantisek Radkovsky, feierte mit dem neuen Trägerverein "Ökumenische Autobahnkirche Waidhaus" in der Autobahnkapelle Slovice eine Gedenkandacht für Unfallopfer. Aus Reihen der Waidhauser Teilnehmer um Pfarrer Georg Hartl verdeutliche Heiner Wellner den Wert des grenzüberschreitenden Gedankens: "Das bedeutet sowohl Anteilnahme als auch Verbundenheit zu unseren tschechischen Nachbarn, liegen doch beide Autobahnkirchen - die derzeit einzige ökumenische in Bayern und auch die einzige in Tschechien - an der A6/D5, der ,Via Carolina'."

Pfarrer Karel Simr von der evangelischen Gemeinde Chrast (CZ), Pfarrer Jiri Chytil (Hussitische Gemeinde), Stadtpfarrer Peter Peischl aus Vohenstrauß, Darina Hybska Majduchova (Böhmische Brüder), Salesianerpater Vojtech Sivek und der Pilsner Dompfarrer, Pater Emil Suokup, feierten den Gottesdienst mit. Wesentliche Elemente gestaltete die Gemeinschaft "Koinonia St. Johannes" aus Litice/Pilsen. Akkordeon und Gitarre sowie das Licht der Kerze auf dem modernen Altar zauberten eine besondere Atmosphäre der Hingabe.

Die nicht zurückkehrten

In ein Buch können die Namen jener eingetragen werden, die nicht von Reisen zurückkehrten. Bischof Radkovsky spendete dazu Trost: "Und so hoffen wir zusammen und erwarten, dass Er auch unsere sterblichen Leiber durch seinen Geist, der in uns wohnt, zum ewigen Leben ruft." Die Anzahl der Besucher war beeindruckend. Da nicht alle in die Kapelle passten, war das trockene Wetter von Vorteil. In der Lesung hieß es: "Denn durch Hoffnung sind wir errettet. Eine Hoffnung, die man sieht, das hofft man nicht mehr, wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir es ab in Geduld."

Das Mitsingen war kein Problem: Es gab die Texte in beiden Sprachen, aber viele probierten es auf Tschechisch, da die Musiker den Text äußerst klar sangen.
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