Stillstand auf der Autobahn - Stau auch auf der B 470 - 5 Unfälle mit 7 Verletzten
Verkehrschaos nach Unfallserien

Auf der Autobahn bildete sich nach dem Unfall ein langer Stau. Bild: Gabi Schönberger
Weiden. (ps) Nichts geht mehr. Zahlreiche Bürger standen am Donnerstagmorgen nach Unfällen auf der A 93 und auf der B 470 im Stau - mussten Geduld beweisen. Fünf Unfälle legten den Verkehr auf diesen beiden wichtigen Verkehrsadern lahm, in der Folge dann auch auf Umgehungs- und anderen Einfallstraßen nach Weiden.

Ein Opfer schwerverletzt

Am schlimmsten verletzt wurde eine 56-Jährige aus dem Landkreis Tirschenreuth, die mit ihrem Mini unverschuldet in einen Auffahrunfall auf der A 93 verwickelt worden war. Sie liegt nach Angaben der Polizei auf der Intensivstation des Weidener Klinikums, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Eine 18-jährige Beifahrerin erlitt bei demselben Unfall mittelschwere Verletzungen. Zwei weitere Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. Das gilt auch für die drei Verletzten, die drei Unfälle auf der B 470 forderten. Hier summierte sich der Gesamtschaden auf rund 32 000 Euro. Bei den Kollisionen auf der Autobahn beziffert Polizeihauptkommissar Markus Braun von der Verkehrspolizei Weiden die Schadenssumme auf rund 63 000 Euro.

Trotz der frühen Morgenstunde: Glatteis war bei den beiden Unfällen auf der A 93 laut Polizei nicht im Spiel. Der erste ereignete sich um 6.10 Uhr nahe der Ausfahrt Frauenricht. Eine Tschechin (51) war auf der Fahrt Richtung Süden mit ihrem Daewoo ins Schleudern geraten, prallte gegen die Leitplanke. Zwei nachfolgende Fahrzeuge fuhren auf. Es kam zum Rückstau: Ein 19-Jähriger aus dem Raum Neustadt prallte mit seinem Ford ungebremst auf den Mini der 56-Jährigen und schob diesen noch auf einen davorstehenden Toyota. Die drei letztgenannten Autos blieben mit Totalschaden liegen.

Bereits um 4.45 Uhr hatte sich eine folgenschwere Panne auf der B 470 ereignet. Zwischen der Ausfahrt Parkstein und Weiden war bei einem Sattelzug kurz nach dem Ende der zweispurigen Fahrbahn die komplette Elektronik ausgefallen. Als der Fahrer die Unfallstelle absichern wollte, krachte es bereits. Ein US-Soldat (44) war mit seinem Jeep aufgefahren, schleuderte auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem entgegenkommenden Corsa. Der landete im Straßengraben. Im Stau ereigneten sich dann noch zwei Auffahrunfälle, die laut Norbert Kick-Kreuzer, Pressebeauftragter der PI Neustadt, relativ glimpflich endeten.

Die Folgen all dieser Unfälle waren dafür enorm. Da viele Verkehrsteilnehmer die Autobahn über Neustadt umfahren wollten, verstopften die Autos bald auch die Straßen der Kreisstadt und von Altenstadt. Auf der Autobahn staute sich der Verkehr zeitweise bis nach Windischeschenbach. Insgesamt war die A 93 in Richtung Süden drei Stunden lang gesperrt. Die Autobahnmeisterei leitete den Verkehr über die Anschlussstelle Weiden-West aus. Aus der Gegenrichtung stauten sich die Fahrzeuge auf der B 470 zeitweise bis nach Schwarzenbach. Nicht zuletzt, weil einige Fahrer hier Startprobleme hatten, als sie nach dem Stau weiterfahren wollten. Sie hatten offenbar den Motor ausgeschaltet, nicht aber Heizung, Radio usw., so dass ihr Wagen nicht mehr ohne Hilfe ansprang.

Berufstätige kamen verspätet in die Arbeit, Schulkinder zu spät zum Unterricht und selbst die Weidener Justiz bekam die Auswirkungen zu spüren: Ein Prozess konnte erst mit 45 Minuten Verspätung beginnen, weil der Schöffe im Stau festgesteckt war.
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