Straßensperren in der Innenstadt
Aus dem Verkehr gezogen

Straßensperren in der Innenstadt. Im Zentrum: die Sedanstraße, die bis 10. April den Bauarbeitern und Fußgängern vorbehalten bleibt. Bild: Götz
Weiden. (wd) Ja, was nun? Links? Rechts? Geradeaus, weiter in die Sedanstraße, geht's ja nicht mehr. Die Autofahrer in der Christian-Seltmannstraße reagieren verunsichert. Einige zeigen sich von den Schilder-Gassen überfordert, die sich am Adolf-Kolping-Platz öffnen: Sie wechseln kurz vor dem Einfädeln nochmals riskant die Spur.

In der Spur sind die Vorbereitungsarbeiten für die künftige Stromversorgung am Dännereck. Die Bauarbeiter sind am Montag morgen pünktlich da. Sie wollen die Fahrbahnen, Gehsteige, Kreuzungen öffnen, um die Stromleitungen "umzulegen". Immer wieder vom Wind umgelegt werden zunächst die Sperrschilder. Sie nehmen die Sedan-, Goethe-, Weißenburg- und Mohrenstraße sowie die Einmündungen von Dr.-Pfleger- und Bürgermeister-Prechtl-Straße aus dem Verkehrsnetz der Weidener Innenstadt. Auch das Ausfahren von der Ring- in die Schillerstraße ist seit Montag nicht mehr möglich. Das schafft die nötigen Rückstauräume in der Schillerstraße.

Autofahrer "blind"

"Nicht jeder Autofahrer hält sich an die Umleitungen. Man fährt bis ans Sperrschild, um dann zu wenden und sich wieder mühsam in den Verkehr einzuordnen. Ein Mercedeslenker mit NEW-Kennzeichen beweist erstaunliche Fahrkünste. Er zwängt sich gegen 11 Uhr mit seinem Dickschiff um die Schilder herum, "nutzt" den Gehsteig und verschwindet in der Postgasse. In der Sedanstraße, vor dem C & A, beschimpft ein Autofahrer einen Fußgänger, der ohne Eile über die Straße geht. Dabei hätte gerade der Golf-Fahrer selbst hier nichts mehr zu suchen gehabt.

In die Schildermauer

Es sind Ferien. In der Urlaubszeit schwindet bekanntlich die Autoflut auf ein Minimum. Dennoch wollte die Weidener Verkehrsbehörde am Morgen erst mal den letzten Rest von Berufsverkehr durch die Innenstadt strömen lassen, bevor sie gegen 10 Uhr der Schildermauer schloss. Mit Parkverbotsschildern hat sie Braunmühl-, Luitpold-, Ring- und Leibnizstraße von Parkern erfolgreich leergeräumt. Nur selten sieht man so die Straßen in ihrer ganzen Breite. Nun ist hier, auf der Ausweichroute, ein erstaunlich schnelles und unproblematisches Durchkommen - auch für die Stadt- und Überlandbusse.

Staus und "Geschoppe" gab's - wie erwartet - in den Einfädelspuren am Adolf-Kolping-Platz, in der einmündenen Christian-Seltmann-Straße sowie in der Schillerstraße. Doch hier ist auch "zu normalen Zeiten" ein flottes Durchkommen eher selten. Auf der großen Nord-Süd-Verkehrsachse ist es aber mehr denn je angebracht, die Augen offen zu halten und schnell zu reagieren.

Das Geschehen ansehen wird sich in dieser Woche auch die Polizei. Sie soll vor allem die Falschfahrer und Sperrschild-Missachter ins Visier nehmen, wünscht sich Markus Dippold, der Leiter der Verkehrsbehörde. Autofahrer folgten nur zu gerne der Gewohnheit. Dennoch müssten sie die neue Verkehrsführung, die bis zum 10. April gelte, akzeptieren und sich darauf einstellen. Sein Tipp: Die gesperrten Verkehrsknoten in der Innenstadt weiträumig umfahren.
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