Streit in Sudetendeutscher Landsmannschaft entbrannt
Kritik an Verzicht

In der Sudetendeutschen Landsmannschaft formiert sich Widerstand gegen den Beschluss, nicht länger die Rückgabe der früheren Heimat zu fordern. Die Vorsitzenden der Bezirksgruppen Oberbayern und Schwaben sprachen am Dienstag von einer "überfallartig beschlossenen Satzungsänderung", zu der die Basis nicht befragt worden sei. Die Neuausrichtung könnte als "Akzeptanz des Vertreibungsstatus" gewertet werden.

Die Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft hatte laut Mitteilung vom Sonntag beschlossen, das Ziel der "Wiedergewinnung" der alten Heimat aus der Satzung zu streichen.

Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, wies die Kritik der Bezirksvorsitzenden Johann Slezak und Velix Vogt-Gruber zurück: "Wir verzichten ja nicht auf das Recht auf Heimat und wollen natürlich die Heimatliebe weiter pflegen." Jedoch ohne den Begriff der "Wiedergewinnung", bei dem territoriale Interessen mitschwingen würden. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren rund drei Millionen Deutsche aus der früheren Tschechoslowakei vertrieben worden.
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