Stromtrasse: Huber für Aigner-Kurs

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bekommt in Sachen Energiewende Unterstützung vom früheren CSU-Chef Erwin Huber. "Ihr Hinweis auf eine Trasse und Gaskraftwerke scheint mir plausibel, auch wenn der Dialog noch nicht ganz aufgearbeitet ist", sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Landtag der "Passauer Neuen Presse" (Freitag). "Das können Bausteine für den bayerischen Strommarkt und die Versorgungssicherheit in Bayern sein."

Aigner hatte sich zuletzt auch in der eigenen Partei Ärger eingehandelt, weil sie sich im "Münchner Merkur" auf den Bau nur einer neuen Höchstspannungstrasse in Bayern festgelegt hatte - noch vor dem Abschluss des Energiedialogs am 2. Februar. Fraktionschef Thomas Kreuzer widersprach einer solche Vorfestlegung: "Wir werden über die Energiepolitik dann sprechen, wenn der Energiedialog zu Ende ist. Vorher gibt es keine Festlegung", sagte Kreuzer. Huber bescheinigte Aigner, sie habe "den Energiedialog hervorragend moderiert". Dabei seien "wertvolle Erkenntnisse" gewonnen worden. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher griff die Staatsregierung scharf an. "Der Energiedialog ist eine Farce, ein durchsichtiges Staatsschauspiel, eine von Anfang an nur vorgetäuschte Bürgerbeteiligung", erklärte er.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.