Studie belegt Mangel an Ausbildungsplätzen - Streit um Umlage
Viel zu wenig Altenpfleger

In Bayern gibt es deutlich zu wenig Ausbildungsplätze für Altenpfleger. Das geht aus einer Studie hervor, die das Gesundheitsministerium im Pflegeausschuss des Landtags vorgelegt hat. Demnach werden im Durchschnitt der kommenden fünf Jahren jeweils 6720 Nachwuchspflegekräfte benötigt, wofür aber nur rund 5300 Ausbildungsplätze pro Jahr zur Verfügung stehen. Tatsächlich fehlen noch weit mehr Lehrstellen, weil etwa ein Viertel der Auszubildenden während der Lehrzeit abspringt oder nach der Ausbildung den erlernten Altenpflegeberuf nicht ausübt. "Wir sehen damit den schon vermuteten Mangel an Ausbildungsplätzen in der Altenpflege als bestätigt an", erklärte ein Vertreter des Ministeriums im Ausschuss. Damit sei die rechtliche Grundlage für die Einführung einer Ausbildungsumlage vorhanden.

CSU lehnt ab

Obwohl alle Fraktionen die Einführung der Umlage befürworteten - sie würde nicht ausbildende Altenpflegeeinrichtungen dazu verpflichten, sich an den Ausbildungskosten zu beteiligen -, stimmte die CSU aus formalen Gründen gegen zwei Anträge von SPD und Grünen zu deren rascher Verwirklichung. Die CSU störte sich an der Formulierung, dass die Staatsregierung zur Einführung der Umlage aufgefordert werden sollte. Sie machte ihre Zustimmung von der Umformulierung abhängig, wonach der Landtag die Staatsregierung "in ihrer Haltung bestätigt", die Umlage auf den Weg zu bringen. Die Ausschussvorsitzende Kathrin Sonnenholzner (SPD) erklärte, die Opposition habe die Umlage schon seit Jahren erfolglos gefordert.
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