Suche nach Flugzeugtrümmern - Anschlag auf dem Sinai
Drohnen im Einsatz

Nach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine in Ägypten haben Bergungsteams die Suche am Unglücksort deutlich ausgeweitet. Die Mannschaften würden nun auf der Sinai-Halbinsel auf 40 Quadratkilometern nach Hinweisen auf die Ursache der Katastrophe sowie nach weiteren sterblichen Überresten der 224 Opfer suchen. Das sagte Russlands Zivilschutzchef Wladimir Putschkow am Mittwoch. Zur besseren Übersicht des Trümmerfelds werden auch Drohnen eingesetzt. "Wir suchen Zentimeter für Zentimeter ab", meinte Putschkow.

Der Airbus A321 der sibirischen Firma Kolavia war kurz nach dem Start in Scharm el Scheich am Samstag über dem Sinai abgestürzt.

Die Arbeiten an dem Wrack sind auch wegen Extremisten auf der Halbinsel riskant. Bei einem Selbstmordanschlag auf dem Sinai kamen am Mittwoch mindestens vier Menschen ums Leben. Die Autobombe galt einem Club für Polizeibeamte westlich der Stadt Al-Arisch. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich in einer zunächst nicht verifizierbaren Twitter-Stellungnahme zu dem Attentat. Weite Teile des Nordsinai sind militärisches Sperrgebiet. Es gibt immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte und Kämpfe mit Todesopfern auf beiden Seiten.
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